1. Was ist ein „Konzept für Innenausbau“?
Ein „Konzept für Innenausbau“ ist ein ganzheitlicher Plan für die Innengestaltung, der folgende Punkte umfasst:
die Funktionalität (Funktionalität)
das ästhetische Erscheinungsbild (Design)
den Bewegungsfluss und die Wegeführung im Raum (Bewegungsfluss)
die Auswahl der Materialien (Materialwahl)
die Einhaltung von Gesetzen und technischen Normen (z. B. DIN, Brandschutz, Arbeitsschutz)
Ziel ist, einen Raum zu schaffen, der nicht nur schön aussieht, sondern praktisch, sicher, barrierefrei und normgerecht genutzt werden kann.
2. Wichtige DIN-Normen, die zu beachten sind
| DIN-Norm | Bereich | Wichtigste Punkte |
|---|---|---|
| DIN 18040-1 / -2 | Barrierefreiheit (barrierefrei) | Türbreiten, Rampenneigung, Wendeflächen für Rollstühle |
| DIN 4102 / EN 13501 | Brandschutz | Klassifizierung der Materialien: B1 (schwer entflammbar), B2 (normal entflammbar) |
| DIN EN 15221 | Flächen- und Funktionsplanung | Intelligente Möblierung, Nutzung der Fläche, sinnvolle Bewegungswege |
| ASR A1.7 / A1.6 | Sicherheit von Türen, Toren und Wegen | Notausgänge, Bodenflächen, Absperrungen, sichere Zugänge und Durchgänge |
Diese Normen bilden die Grundlage dafür, dass der Innenausbau rechtssicher, sicherheitstechnisch korrekt und nutzerfreundlich umgesetzt wird.
3. Anforderungen an Barrierefreiheit (Barrierefreiheit)
Wenn du ein Geschäft oder einen Raum eröffnest, der öffentlich zugänglich (öffentlich zugänglich) ist, musst du bestimmte Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen:
1. Tür- und Gangbreiten
Mindestbreite für Türen: mindestens 90 cm für Rollstühle (besser: 1,00 m).
Gänge zwischen Möbeln/Regalen: mindestens 120 cm, damit eine drehende Bewegung mit Rollstuhl oder Rollator möglich ist.
2. Rampen und Höhenunterschiede
Bei Niveauunterschieden ist eine Rampe notwendig, mit einer maximalen Steigung von ca. 6 %.
Türen sollten schwellenlos (schwellenlos) ausgeführt sein – also ohne Stolperkante.
3. WCs / Sanitärbereiche (falls vorhanden)
Wendekreis: mindestens 150 cm als freier Kreis für einen Rollstuhl.
Haltegriffe / Stützgriffe an den Wänden.
Waschbeckenhöhe so wählen, dass es mit einem Rollstuhl unterfahrbar ist.
4. Licht und Orientierung
Farbkontraste zwischen Boden, Wand und Möbeln, damit sich Konturen gut unterscheiden lassen.
In bestimmten Fällen: taktile und visuelle Markierungen für sehbehinderte oder blinde Personen.
4. Bausteine eines Innenraum-Konzepts (Konzept für Innenausbau)
1. Zonierung (Zonierung – Aufteilung des Raumes)
Klar erkennbarer, einladender Eingangsbereich.
Präsentationszone für Waren oder Dienstleistungen (Präsentation).
Service- / Kassenbereich (z. B. Empfang, Kasse, Beratungsplatz).
Kleines Lager oder Rückzugsbereich (Backoffice, Privatbereich).
Deutliche, freie Verkehrswege, die Staus und Engstellen vermeiden.
2. Materialwahl (Materialwahl)
Materialien mit geeigneter Brandschutzklasse (z. B. nach DIN 4102 B1: schwer entflammbar).
Pflegeleichte Oberflächen, die sich schnell reinigen lassen.
Rutschhemmende Bodenbeläge (rutschhemmend, z. B. R9, R10 je nach Nutzung und Risiko).
3. Beleuchtung (Beleuchtung)
Gleichmäßige LED-Beleuchtung, ohne harte Schatten oder Blendung.
Akzentbeleuchtung auf Waren, Regale oder wichtige Funktionsbereiche.
So viel Tageslicht wie möglich, z. B. durch Fensterfronten oder Oberlichter.
4. Möblierung (Möblierung und Ausstattung)
Keine scharfen Kanten oder gefährlichen Ecken (Verletzungsgefahr).
Möbel und Regale sollten standsicher befestigt sein.
Maße und Anordnung der Möbel müssen mit der Barrierefreiheit kompatibel sein (Türbreiten, Gangbreiten, Erreichbarkeit).
Praxisbeispiel: Kleines Geschäft (z. B. Parfümerie oder Salon)
| Element | Anforderungen nach DIN und Barrierefreiheit |
|---|---|
| Eingang | Mindestens 1,00 m breit, möglichst ohne Schwelle |
| Empfangsbereich | Tresenhöhe 85–95 cm, ein Teil abgesenkt und vom Rollstuhl nutzbar |
| Bodenbelag | Rutschhemmend, mindestens R9 |
| Beleuchtung | Ca. 500 Lux in Arbeits- und Beratungsbereichen |
| Gangbreiten | Mindestens 120 cm zwischen den Regalen |
So wird ein kleiner Laden sowohl funktional, kundenfreundlich als auch normgerecht gestaltet.
5. Muss das Konzept bei der Gemeinde oder einem Fachplaner eingereicht werden?
Ja, in vielen Fällen, wenn:
Tragende Wände, Raumaufteilung oder Fluchtwege / Notausgänge verändert werden.
Elektroinstallationen umfassend erneuert oder erweitert werden.
Wenn dein Laden sich in einem denkmalgeschützten Gebäude (Denkmalschutz) befindet, ist meist eine besondere Genehmigung erforderlich, bevor du bauliche Änderungen vornimmst.
Manche Kommunen verlangen in den Baugenehmigungsunterlagen oder Nutzungsänderungsanträgen einen Nachweis über Barrierefreiheit (Nachweis über Barrierefreiheit).
6. Abschließende Tipps
Entwickle das Konzept möglichst gemeinsam mit einer Innenarchitektin / einem Innenarchitekten, der Erfahrung mit Gewerberäumen hat.
Achte auf einen logischen, intuitiven Kundenfluss (Kundenfluss): Der Weg durch den Laden sollte sich von selbst erklären.
Plane alle Oberflächen, Böden und Möbel so, dass sie schnell und unkompliziert zu reinigen sind – besonders wichtig in Gastronomie, Salons und Praxen.
Ergänze dein Konzept um einen Flucht- und Rettungsplan (Fluchtplan), der gut sichtbar an der Wand hängt.
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