Alles, was du über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zur Förderung von Projekten gegen Rassismus wissen musst
Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ („Live Democracy!“) gehört zu den wichtigsten Initiativen in Deutschland zur Stärkung der Demokratie und zur Bekämpfung von Rassismus und Extremismus. Das Programm wurde 2015 gestartet und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) verantwortet.
Zentrale Schwerpunkte des Programms
1. Aufbau nachhaltiger Strukturen (Nachhaltige Strukturen)
Unterstützung von:
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Landes-Demokratiezentren
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Kompetenzzentren und -netzwerken
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Partnerschaften für Demokratie auf kommunaler Ebene
(demokratie-leben.de, lks.nrw.de, national-policies.eacea.ec.europa.eu)
Diese Strukturen sollen dauerhaft Beratung, Vernetzung und Förderung im Bereich Demokratieförderung und Prävention von Extremismus sichern.
2. Modellprojekte (Modellprojekte)
Förderung innovativer Projekte u. a. zu folgenden Themen:
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Bekämpfung von Rassismus und Stärkung von Betroffenen
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Aufklärung über Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Feindlichkeit gegen LSBTIQ*
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Prävention von extremistischem Denken und Handeln
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Gestaltung eines demokratischen und respektvollen digitalen Raums
(demokratie-leben.de)
3. Extremismusprävention im Justizvollzug
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Beratung und Qualifizierung von Mitarbeitenden im Justizvollzug
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Projekte für Gefangene und Haftentlassene, die von Radikalisierung bedroht oder bereits betroffen sind
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Unterstützung bei Ausstiegs- und Distanzierungsprozessen
(welt.de)
Finanzierung und Antragstellung
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Bundesfinanzierung: Das Programm wird aus Mitteln des BMFSFJ mit einem jährlichen Budget von rund 180 Millionen Euro (Programmphase 2025–2032) ausgestattet. (welt.de)
Wie werden Projekte beantragt?
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Auf Landesebene:
Über die Landes-Demokratiezentren / Landeskoordinierungsstellen (LKS), z. B. NRW LKS (lks.nrw.de). -
Auf kommunaler Ebene:
Über die „Partnerschaften für Demokratie“ in Städten und Landkreisen – z. B. Saarpfalz, Heidelberg, Konz. -
Für bundesweite oder besonders innovative Projekte:
Über Kompetenzzentren bzw. Kompetenznetzwerke oder bundesweit agierende Trägerorganisationen.
Welche Bereiche werden gefördert?
Das Programm deckt ein weites Spektrum ab, z. B.:
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Bekämpfung von Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Feindlichkeit gegen LSBTIQ*, Mobbing und Hasspropaganda
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Stärkung eines positiven Narrativs der vielfältigen Gesellschaft
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Demokratieförderung in:
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Schulen und Jugendarbeit
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digitalen Räumen und sozialen Medien
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Stadtteilen und ländlichen Regionen
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Unterstützung von Beratungsstellen für Betroffene und Fachstellen für Prävention
(de.wikipedia.org)
Warum lohnt es sich, mitzuwirken?
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Demokratie stärken:
„Demokratie leben!“ unterstützt Projekte, die menschenfeindlichen Einstellungen praktisch entgegentreten und erfolgreiche Gegenmodelle sichtbar machen. -
Verlässliche Förderung:
Großes Budget, klarer rechtlicher Rahmen und laufende wissenschaftliche Begleitung der Programmwirkung. -
Starke Netzwerke:
Möglichkeit, mit lokalen, regionalen und bundesweiten Partnern zusammenzuarbeiten und Reichweite sowie Wirkung der eigenen Idee zu vergrößern.
Schritte zur Antragstellung – kurz gefasst
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Ebene auswählen:
Soll das Projekt lokal, landesweit oder bundesweit wirken? -
Kontakt aufnehmen:
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mit dem Landes-Demokratiezentrum / LKS deines Bundeslandes oder
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mit der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ deiner Kommune.
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Projektkonzept erstellen:
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Projektidee und Ziele
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geplanter gesellschaftlicher Mehrwert und Zielgruppen
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Maßnahmen, Zeitplan und Budgetplanung
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Förderbedingungen prüfen:
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Förderzeitraum, Eigenmittel, Trägerform (Verein, Kommune, Träger gGmbH…)
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notwendige Anlagen (z. B. Satzung, Vereinsregisterauszug, Finanzplan)
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Antrag einreichen und nachverfolgen:
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Fristen beachten
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Rückfragen der Bewilligungsstelle beantworten
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Bei Zusage: Fördervertrag prüfen und Maßnahmen wie geplant umsetzen
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Herausforderungen und Kritik
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Transparenz der Vergabe:
Kritiker bemängeln teilweise mangelhafte Transparenz bei der Auswahl der geförderten Projekte und den Einfluss politischer Akteure. (lks.nrw.de) -
Demokratiefördergesetz (Demokratiefördergesetz):
Parlamentarische Berichte empfehlen, die Förderung über ein eigenes Gesetz rechtlich abzusichern, Transparenz zu erhöhen und die parlamentarische Kontrolle zu stärken. (welt.de)
Fazit
„Demokratie leben!“ ist eine zentrale Chance, Projekte zu finanzieren, die Zusammenleben stärken, Hass und Rassismus entgegentreten und eine lebendige Demokratie vor Ort fördern.
Ob als lokale Initiative, Verein oder kommunale Verwaltung – du kannst diese Förderung nutzen, um konkrete Projekte vor Ort umzusetzen. Der erste Schritt: Nimm Kontakt mit dem Demokratiezentrum in deinem Bundesland oder der lokalen Partnerschaft für Demokratie auf und entwickle dein Projektkonzept.
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