Alles, was du über KfW-Förderkredite zur Unterstützung von Hauskäufern (KfW-Förderkredite) wissen musst

Was ist die KfW?

Die KfW ist die Abkürzung für Kreditanstalt für Wiederaufbau. Sie ist eine Förderbank im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und hat den Auftrag, die Wirtschaft sowie soziale und ökologische Projekte zu unterstützen.

Die Bank bietet verschiedene Förderprogramme an, von denen viele auf den Erwerb und Bau von Wohneigentum sowie auf die Förderung von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.

Was zeichnet KfW-Darlehen aus?

  • Niedrigere Zinssätze im Vergleich zu klassischen Bankdarlehen.

  • Flexible Laufzeiten, die bis zu 30 Jahre betragen können.

  • Möglichkeit einer tilgungsfreien Zeit (Tilgungsfreie Zeit), d. h. in den ersten Jahren werden nur Zinsen gezahlt, keine Tilgung.

  • Zusätzliche Unterstützung für Haushalte mit geringem Einkommen und Familien.

Arten von KfW-Programmen zur Unterstützung des Immobilienerwerbs

1. Programm KfW 124 – Wohneigentum

Dieses Programm unterstützt den Kauf oder Bau eines Eigenheims zur selbstgenutzten Wohnzwecken. Es umfasst:

  • Darlehen bis zu 100.000 Euro.

  • Vergünstigte Zinssätze, die sich an der Marktlage orientieren.

  • Möglichkeit der Kombination mit weiteren Bankdarlehen.

2. Programm KfW 153 – Energieeffizient Bauen

Dieses Programm ist für den Bau von Wohngebäuden mit hoher Energieeffizienz vorgesehen. Zu den Vorteilen gehören:

  • Darlehen bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit.

  • Tilgungszuschüsse, wenn die festgelegten energetischen Standards erreicht werden.

  • Verbesserung des Energieverbrauchs und Senkung der künftigen Betriebskosten.

3. Programm KfW 159 – Altersgerecht Umbauen

Dieses Programm dient der Finanzierung von Umbauten, die ein Haus oder eine Wohnung barriereärmer und damit geeigneter für Senior:innen oder Menschen mit Behinderung machen. Es umfasst:

  • Darlehen bis zu 50.000 Euro.

  • Förderung von Maßnahmen wie der Anpassung von Bädern, Eingängen und dem Einbau von Aufzügen oder Treppenliften.

Voraussetzungen für die Nutzung von KfW-Darlehen

  • Die Immobilie muss in der Regel selbst bewohnt werden und darf nicht vollständig als Kapitalanlage oder zur Vollvermietung genutzt werden.

  • Nachweis der finanziellen Leistungsfähigkeit zur Rückzahlung.

  • In einigen Programmen ist die Einhaltung von Energieeffizienz- oder Nachhaltigkeitsstandards zwingend erforderlich.

  • Die Antragsunterlagen werden immer über die Hausbank oder einen Finanzierungspartner eingereicht – nicht direkt bei der KfW.

Wie erhält man ein KfW-Darlehen?

1. Finanzielle Planung

Ermitteln Sie den benötigten Finanzierungsbedarf und prüfen Sie, wie sich ein KfW-Darlehen mit einem klassischen Bankdarlehen (Baufinanzierung) kombinieren lässt.

2. Antrag über die Bank

Der Antrag wird grundsätzlich über Ihre Bank oder einen Finanzierungsvermittler gestellt. Diese stellen den Kontakt zur KfW her und reichen den Antrag offiziell ein.

3. Vertragsunterzeichnung

Nach der Zusage werden der Darlehensvertrag unterschrieben und der Rückzahlungsplan (Tilgungsplan) festgelegt.

4. Auszahlung der Mittel

Der bewilligte Betrag wird – je nach Art des Vorhabens – direkt an den Verkäufer oder an das Bauunternehmen bzw. den Bauträger überwiesen.

Zusätzliche Vorteile von KfW-Darlehen

  • In einigen Programmen besteht die Möglichkeit, das Darlehen teilweise oder vollständig vorzeitig zu tilgen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

  • Steigerung des Immobilienwertes durch Einhaltung von Energieeffizienzstandards, was den Marktwert erhöhen kann.

  • Spezielle Unterstützung für Familien durch ergänzende Förderprogramme wie das Baukindergeld (sofern verfügbar).

Tipps vor der Antragstellung

  • Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrer Bank oder einem unabhängigen Finanzberater über alle verfügbaren KfW-Programme und deren Bedingungen.

  • Planen Sie ausreichend Eigenkapital, um den Gesamtfinanzierungsbedarf und die Höhe der Kredite zu reduzieren.

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Vorhaben den Anforderungen der KfW entspricht, insbesondere im Hinblick auf Energieeffizienz und technische Mindeststandards.

Fazit

KfW-Darlehen sind eine ausgezeichnete Option für alle, die in Deutschland ein Eigenheim erwerben oder bauen möchten – mit vergünstigten Konditionen und spürbarer staatlicher Unterstützung. Diese Kredite bieten nicht nur Finanzierung, sondern fördern auch nachhaltiges Bauen und die Verbesserung der Wohnqualität.

Wer die Förderbedingungen kennt und sorgfältig plant, kann diese Chance optimal nutzen und den Traum vom eigenen Zuhause mit mehr Sicherheit und Stabilität verwirklichen.

Das Autor:innen- und Redaktionsteam dieser Webseite ist bemüht, durch intensive Recherchen und die Nutzung verschiedener Quellen möglichst genaue Informationen bereitzustellen. Dennoch können Fehler auftreten oder Angaben unvollständig bzw. nicht abschließend gesichert sein. Bitte betrachten Sie die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen daher als erste Orientierung und wenden Sie sich für verbindliche und aktuelle Auskünfte stets an die zuständigen Behörden oder fachkundige Stellen.


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