Alles, was du über die Eigenkapitalquote bei der Anzahlung und die Beantragung der Finanzierung (Eigenkapitalquote) wissen musst

Autorenname: Admin Datum: 2025-07-05 Blog-Kategorie: Ein Haus kaufen

Was ist die Eigenkapitalquote (Eigenkapitalquote)?

Die Eigenkapitalquote gibt an, welcher Teil des Immobilienkaufpreises vom Käufer aus eigenen Mitteln (Eigenkapital) finanziert wird – also ohne Fremdfinanzierung durch ein Darlehen. Sie wird als Prozentsatz des gesamten Immobilienwertes angegeben.

Beispiel: Kostet eine Immobilie 400.000 Euro und bringt der Käufer 80.000 Euro eigenes Geld ein, beträgt die Eigenkapitalquote 20 %.

Warum ist die Eigenkapitalquote wichtig?

Je höher die Eigenkapitalquote, desto größer ist in der Regel das Vertrauen der Bank in die Rückzahlungsfähigkeit des Kreditnehmers. Das führt häufig zu:

  • besseren Finanzierungskonditionen,

  • niedrigeren jährlichen Zinssätzen,

  • einem geringeren Darlehensbetrag und damit zu einer geringeren monatlichen Belastung.

Ausreichendes Eigenkapital signalisiert außerdem die Seriosität und finanzielle Stabilität des Käufers.

Wie hoch sollte die Eigenkapitalquote idealerweise sein?

Banken und Finanzexperten empfehlen in der Regel eine Eigenkapitalquote von mindestens 20 % des Kaufpreises.

In manchen Fällen sind auch niedrigere Quoten, z. B. 10 %, möglich. Dies kann jedoch zur Folge haben:

  • höhere Zinssätze,

  • zusätzliche Sicherheiten, z. B. Versicherungen oder persönliche Bürgschaften,

  • strengere Rückzahlungsbedingungen.

Was zählt zum Eigenkapital (Eigenkapital)?

Zum Eigenkapital gehören unter anderem:

  • Geldguthaben auf Bankkonten,

  • Sparverträge, z. B. Bausparverträge,

  • leicht liquidierbare Geldanlagen,

  • Schenkungen oder Erbschaften (mit nachweisbarer Herkunft).

Nicht zum Eigenkapital zählen Darlehen oder geliehene Beträge, selbst wenn sie von Freunden oder Verwandten stammen.

Ist eine Finanzierung ohne Eigenkapital möglich?

In Ausnahmefällen bieten manche Banken eine Vollfinanzierung (100 %) oder sogar die Finanzierung der Nebenkosten zusätzlich an. Solche Modelle richten sich meist an Kreditnehmer mit sehr hohem Einkommen und hervorragender Bonität.

Trotz der vermeintlichen Attraktivität gehen diese Modelle mit erheblichen Risiken einher, zum Beispiel:

  • deutlich höhere Zinssätze,

  • langfristig höhere finanzielle Belastung,

  • mögliche Schwierigkeiten beim Verkauf der Immobilie, falls die Preise sinken.

Schritte zur Finanzierungsanfrage nach Festlegung der Eigenkapitalquote

1. Unterlagen zusammenstellen

  • Einkommensnachweise (Lohnabrechnungen, Steuerbescheide),

  • Nachweise über vorhandenes Eigenkapital,

  • SCHUFA-Auskunft.

2. Finanzierungsangebote vergleichen

Es ist ratsam, Angebote mehrerer Banken und Finanzdienstleister zu vergleichen – mit Blick auf:

  • Zinssätze,

  • Rückzahlungsmodalitäten,

  • Flexibilität bei Sondertilgungen (Sondertilgung).

3. Offiziellen Antrag stellen

Nach Auswahl des passenden Angebots wird der Finanzierungsantrag offiziell eingereicht. Die Bank prüft dann die finanzielle Leistungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit.

4. Immobilienbewertung

Die Bank lässt die Immobilie bewerten, um den Beleihungswert und damit die Absicherung des Darlehens zu prüfen.

5. Vertragsunterzeichnung und Auszahlung

Der Darlehensvertrag wird unterschrieben, und die Mittel werden – entsprechend der Vereinbarung – an den Notar oder direkt an den Verkäufer überwiesen.

Wichtige Tipps

  • Versuchen Sie, die Eigenkapitalquote – wenn möglich – zu erhöhen, um die langfristigen Gesamtkosten zu senken.

  • Setzen Sie nicht Ihr gesamtes Eigenkapital ein; behalten Sie einen finanziellen Puffer für Nebenkosten wie Steuern, Gebühren und Renovierungen.

  • Lassen Sie sich von einem unabhängigen Finanzberater beraten, um alle Details der Angebote richtig einordnen zu können.

Fazit

Die Eigenkapitalquote ist in Deutschland ein zentrales Fundament jeder soliden Immobilienfinanzierung. Sie bestimmt nicht nur die Höhe des Darlehens, sondern beeinflusst direkt die Finanzierungskonditionen, den Zinssatz und das langfristige Risiko. Eine klare Finanzplanung und ausreichend Eigenkapital machen den Weg in die eigenen vier Wände deutlich sicherer und stabiler.

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