Sprachförderung für Kinder ohne Deutschkenntnisse in Deutschland
In Deutschland erhalten Kinder, die noch nicht (oder kaum) Deutsch sprechen, eine besondere sprachliche Unterstützung, die unter dem Begriff „Sprachförderung“ bekannt ist.
Ziel dieser Förderung ist es, ihnen zu helfen, sich vor dem Eintritt in die Grundschule (Grundschule) und währendها besser in das Bildungs- und Sozialsystem zu integrieren.
Phase – Art der Unterstützung
In der Kita (Kindertagesstätte)
Frühzeitige Sprachförderung im Rahmen von Spiel, Liedern, Geschichten und Alltagsaktivitäten.
Im Vorschulbereich (Vorschule / letzte Kita-Jahre)
Spezielle, oft intensivere Programme, z. B. Sprach-Vorkurse, in denen die Kinder gezielt Deutsch üben.
In der Grundschule
Begleitende Sprachförderstunden parallel zum regulären Unterricht, damit Kinder sprachlich dem Stoff folgen können.
Ja. In den meisten Bundesländern wird vor der Einschulung ein verpflichtender Sprachtest durchgeführt:
Sprachstandsfeststellung
– eine Überprüfung des aktuellen Deutsch-Niveaus des Kindes.
Dieser Test findet häufig im Alter von etwa 4 Jahren statt.
Zeigt das Ergebnis, dass ein Kind noch erheblichen Förderbedarf hat, muss es meist an einem Sprachförderprogramm vor der Schule teilnehmen – für ein bis zwei Jahre, je nach Bundesland.
Beispiel in Berlin oder Hamburg:
Einsatz von Tests wie Seldak oder LiSe-DaZ
Danach erhalten Eltern die Auflage bzw. Empfehlung, ihr Kind in einen Sprachförderkurs oder eine entsprechend ausgerichtete Kita (Sprach-Kita) anzumelden.
Form – Inhalte
Sprachförderung in der Kita
Sprachliche Unterstützung durch Spiele, Lieder, Rollenspiele, Bilderbücher und Erzählrunden.
Sprachförderklassen
Spezielle Klassen in Grundschulen insbesondere für neu zugewanderte Kinder, in denen Deutsch intensiv gefördert wird.
Vorkurse
Sprachvorbereitungskurse vor Schulbeginn, oft im letzten Kita-Jahr oder in extra Gruppen (Vorschulgruppen).
DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache)
Zusätzliche Deutschstunden als Teil des Stundenplans; Ziel ist es, Deutsch als Zweitsprache systematisch aufzubauen.
Digitale Angebote
Einsatz von Lern-Apps, Online-Programmen und interaktiven Spielen, teilweise mehrsprachig, um den Sprachaufbau zu unterstützen.
Ja. Die Sprachförderung für Kinder ist grundsätzlich kostenlos.
Dazu gehören:
die Teilnahme an Kursen und Förderstunden
das bereitgestellte Lernmaterial
ggf. sogar Fahrtkosten, je nach Bundesland und kommunalen Regelungen.
Sprachstandstest (Sprachstandsfeststellung)
– meist organisiert über die Kita oder das Jugendamt.
Empfehlung bzw. Verpflichtung zur Teilnahme an einem frühen Sprachförderprogramm.
Anmeldung in einem konkreten Angebot, z. B. Sprach-Kita, Vorschulgruppe oder Sprachkurs in der Kita/Schule.
Fortsetzung der Förderung in der Grundschule, z. B. durch DaZ-Unterricht oder Förderstunden.
erleichterter Übergang in die Grundschule
bessere soziale und kommunikative Fähigkeiten
weniger Scham und mehr Selbstvertrauen
deutlich bessere Bildungschancen und schulischer Erfolg auf lange Sicht
Einige Bundesländer – z. B. Hamburg, Bayern oder Berlin – verpflichten Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen dazu, mindestens ein Jahr vor der Einschulung eine Kita zu besuchen. Diese Zeit wird verstärkt zur Sprachförderung genutzt.
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