Regelmäßige Nachsorge mit dem deutschen Arzt alle sechs Monate per Zoom: Kontinuierliche Betreuung nach der Behandlung in Deutschland
Nach Abschluss einer Behandlung in Deutschland endet die medizinische Verantwortung gegenüber dem Patienten nicht – besonders nicht bei chronischen Erkrankungen oder nach hochkomplexen Eingriffen wie Organtransplantationen, Tumortherapien oder schwierigen Operationen.
Aus diesem Grund setzen immer mehr deutsche Kliniken und internationale Patienten auf einen regelmäßigen Nachsorgeplan per Videokonferenz (z. B. über Zoom) im Abstand von etwa sechs Monaten.
Frühes Erkennen von Veränderungen oder Rückfällen
Mögliche Komplikationen oder ein Wiederaufflammen der Erkrankung können frühzeitig erkannt werden.
Anpassung von Medikamenten oder Therapieplan
Dosierungen, Kombinationen und Dauer der Medikation können je nach aktuellem Zustand des Patienten angepasst werden.
Kontinuierliche psychische und verhaltensbezogene Unterstützung
Gerade bei schweren oder langwierigen Erkrankungen ist die psychosoziale Begleitung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Anordnung zusätzlicher Untersuchungen im Heimatland
Blutwerte, Bildgebung oder andere Befunde können vor Ort erstellt und im Termin mit dem Arzt in Deutschland gemeinsam ausgewertet werden.
Sicherung des Kontakts zum ursprünglichen behandelnden Arzt
Der Facharzt, der die Operation oder Spezialtherapie durchgeführt hat, bleibt in den Verlauf eng eingebunden.
| Medizinische Situation | Wird eine Nachsorge empfohlen? |
|---|---|
| Organtransplantation | Dringend – meist verpflichtend |
| Tumoroperationen / Onkologie | Ja – zur Kontrolle eines Rückfalls |
| Seltene Erkrankungen | Ja – zur fachärztlichen Langzeitbetreuung |
| Herz-Kreislauf-Erkrankungen | Ja – zur Anpassung der Therapie |
| Komplexe pädiatrische Fälle | Ja – unter Einbezug der Eltern |
| Neuro-psychiatrische Erkrankungen | Ja – mit regelmäßiger Verlaufskontrolle |
Terminvereinbarung im Voraus
Der Termin wird vorab per E-Mail oder über ein Patientenportal der Klinik abgestimmt.
Versand von Unterlagen vor dem Termin
Neue Arztbriefe, Laborwerte oder Bildgebungen werden einige Tage vorher elektronisch an die Klinik geschickt.
Erhalt des Video-Links
Die internationale Patientenabteilung der Klinik sendet einen Zoom-Link oder Zugangsdaten für die Videosprechstunde.
Durchführung der Konsultation
Die Videosprechstunde findet zum vereinbarten Zeitpunkt statt und dauert in der Regel etwa 20–30 Minuten.
Schriftlicher Nachsorgebericht
Nach dem Gespräch erhält der Patient einen kurzen Arztbericht und Empfehlungen per E-Mail oder über das Patientenportal.
In manchen Krankenhäusern wird zusätzlich ein medizinischer Dolmetscher zugeschaltet, der das Gespräch live über Zoom übersetzt.
Die Kosten liegen in der Regel zwischen 150 und 300 Euro pro Sitzung.
Bezahlt werden kann meist per Banküberweisung, Kreditkarte oder über Online-Zahlungsdienste wie PayPal.
Einige Versicherungen übernehmen diese Kosten ganz oder teilweise, wenn die Nachsorge Teil eines zuvor genehmigten Behandlungsplans ist.
Aktueller Arztbericht Ihres behandelnden Arztes im Heimatland (auf Deutsch oder Englisch)
Aktuelle Befunde: Laborwerte, Bildgebung (CT, MRT, Röntgen), Ultraschall oder andere relevante Untersuchungen
Liste der derzeit eingenommenen Medikamente mit Dosierungen
Stabile Internetverbindung, funktionsfähige Kamera und Mikrofon sowie ein ruhiger Raum für das Gespräch
Zeit- und Kostenersparnis für Patient und Angehörige – keine Reise nach Deutschland nötig
Fortsetzung der Arzt-Patient-Beziehung über die eigentliche Behandlung hinaus
Aktuelle und fundierte fachärztliche Einschätzung durch den ursprünglichen Spezialisten
Möglichkeit, Fragen in Ruhe zu stellen und Therapieempfehlungen genau zu besprechen – bei Bedarf mit Sprachmittlung
Trotz aller Vorteile kann eine Videosprechstunde den körperlichen Untersuchungstermin vor Ort nicht vollständig ersetzen.
Zeigt sich im Verlauf, dass ein erneutes Eingreifen oder eine direkte Untersuchung vorgeschlagen wird, kann der behandelnde Arzt eine erneute Reise nach Deutschland empfehlen.
Ein Nachsorgeplan mit Videosprechstunden alle sechs Monate beim deutschen Facharzt ist ein zentraler Baustein der langfristigen Betreuung nach einer Behandlung in Deutschland.
Er ermöglicht eine präzise Verlaufskontrolle, rechtzeitige Therapieanpassungen und gibt Patientinnen und Patienten die Sicherheit, auch nach der Rückkehr in ihr Heimatland weiterhin auf eine verlässliche medizinische Begleitung zählen zu können.
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