Der finnische Präsident Alexander Stubb betonte auf der Münchner Sicherheitskonferenz, dass sein Land die transatlantische Partnerschaft zwischen Europa und den USA klar unterstützt.
Er erklärte, die aktuellen Differenzen dürften nicht dazu führen, die bisherigen Erfolge zu gefährden. Ohne den Druck von US-Präsident Donald Trump hätten die europäischen Staaten ihre Verteidigungsausgaben nicht steigern können.
In einem Interview mit Al Jazeera sagte Stubb, die gegenwärtige Phase sei von Veränderungen in den transatlantischen Beziehungen geprägt, doch dies bedeute keinen Zusammenbruch. Er rief dazu auf, das Nützliche nicht durch Detailstreitigkeiten zu zerstören.
Stubb betonte, er stehe sowohl zu Europa als auch zu den USA. Die Partnerschaft bleibe der Rahmen für Zusammenarbeit, die sich inzwischen auf Daten, Verteidigung, Metalle, Technologie und für Finnland auch auf Eisbrecher erstrecke.
Es gebe zwar Streitpunkte wie internationale Institutionen, die EU oder den Klimawandel, doch dies ändere nichts an der Notwendigkeit fortgesetzter Kooperation. Europa müsse mit Washington ebenso zusammenarbeiten wie mit den Golfstaaten.
Zur Frage eines möglichen Bruchs in den Beziehungen sagte er, die Differenzen beträfen weder die Verteidigung noch die NATO oder den Krieg in der Ukraine. Beide Seiten seien hier „auf derselben Wellenlänge“.
Er hob hervor, dass die Erhöhung der europäischen Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent ohne Trumps Druck nicht möglich gewesen wäre. Zudem habe die US-Regierung eine Schlüsselrolle bei Friedensverhandlungen gespielt.
Stubb erklärte, die aktuellen Spannungen seien vor allem ideologischer Natur. Der Slogan „Make America Great Again“ (MAGA) präge die US-Außenpolitik und unterscheide sich von der europäischen Sichtweise, sei aber kein Grund zur Sorge.
Er verwies darauf, dass die US-Sicherheitsstrategie neue Prioritäten setze, mit stärkerem Fokus auf Regionen des globalen Nordens und Afrika. Die Welt befinde sich in einer Übergangsphase, die besonnenes Handeln erfordere.
Quellen – Agenturen