Eine Studie der Universität Münster hat untersucht, ob islamischer Religionsunterricht in deutschen Schulen zur Bekämpfung gesellschaftlicher und politischer Polarisierung beitragen kann.
Die Ergebnisse zeigen, dass Schüler, die länger an diesem Unterricht teilnahmen, seltener antisemitische oder frauenfeindliche Einstellungen äußerten. In Nordrhein-Westfalen, wo das Fach seit 14 Jahren angeboten wird, gilt es als wichtiger Schritt zur Integration.
Die Bildungsministerin des Landes betonte, dass der Unterricht Jugendlichen Orientierung bietet und sie gegen extremistische Inhalte in sozialen Medien stärkt. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die institutionelle Vertretung der muslimischen Gemeinschaft noch begrenzt ist und konservative Verbände Einfluss auf die Inhalte nehmen könnten.
Derzeit erreicht der islamische Religionsunterricht nur etwa 6 % der über 500.000 muslimischen Schüler in Deutschland – ein Punkt, der die Debatte über eine Ausweitung des Angebots verstärkt.
Quellen – Agenturen