Beim Besuch der Kinder-Notaufnahme (pädiatrische Notaufnahme) in Deutschland steht immer die medizinische Versorgung an erster Stelle – nicht die Unterlagen. Dennoch hilft es sehr, bestimmte Dokumente dabeizuhaben, weil sie Anmeldung, Diagnose und weitere Behandlung deutlich beschleunigen.
Hier findest du, was du – wenn möglich – mitnehmen solltest:
Was du nach Möglichkeit immer dabeihaben solltest
| Dokument / Gegenstand | Warum ist das wichtig? |
|---|---|
| Versichertenkarte des Kindes (Krankenversicherungskarte) | Zur Anmeldung des Kindes und zur Abrechnung der Behandlungskosten |
| Gelbes Heft (Kinder-Untersuchungsheft) | Enthält die bisherigen U-Untersuchungen und die medizinische Vorgeschichte |
| Impfpass (Impfbuch) | Zeigt, welche Impfungen erfolgt oder noch offen sind |
| Liste der aktuellen oder dauerhaften Medikamente | Um gefährliche Wechselwirkungen oder allergische Reaktionen zu vermeiden |
| Kontaktdaten des aktuellen Kinderarztes | Damit Berichte und Befunde später an die Praxis weitergeleitet werden können |
| Arztbriefe / Zusammenfassung vom Hausarzt oder ältere Befunde | Besonders wichtig bei chronischen Erkrankungen oder schweren Allergien |
In schweren Notfällen
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Wichtiger als alle Unterlagen ist immer der schnelle Weg in die Notaufnahme.
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Es ist nicht nötig, den Besuch zu verzögern, nur um Dokumente zu holen.
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Die medizinische Versorgung beginnt zuerst – die Versichertenkarte und andere Angaben können später nachgereicht werden.
Praktische Tipps vor dem Gang in die Notaufnahme
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Bewahre digitale Fotos der wichtigsten Dokumente (Versichertenkarte, Impfpass, Gelbes Heft) auf deinem Handy auf.
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Wenn nur ein Elternteil mitgeht:
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Nimm unbedingt einen Ausweis mit,
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ggf. Unterlagen zur Sorgeberechtigung, besonders wenn der Nachname von Elternteil und Kind unterschiedlich ist.
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Bei schweren Allergien, Immunschwäche oder seltenen Erkrankungen:
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Informiere das medizinische Personal sofort darüber.
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Wann sollte man in die Kinder-Notaufnahme?
Beispiele für Situationen, in denen ein Besuch in der Notaufnahme dringend ist:
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Sehr hohes Fieber, das sich nicht senken lässt
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Atemnot, pfeifende Atmung oder Blaufärbung der Lippen / des Gesichts
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Krampfanfälle, besonders der erste Krampfanfall
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Stürze auf den Kopf oder Fall aus größerer Höhe
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Tiefe Wunden oder Blutungen, die sich nicht stoppen lassen
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Verdacht auf Vergiftung oder Verschlucken gefährlicher Substanzen
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Plötzlich auftretender Hautausschlag mit Fieber, Schwellungen oder Allgemeinverschlechterung
Hinweis der Redaktion:
Das Redaktionsteam dieser Website recherchiert sorgfältig und nutzt verschiedene Quellen, um verlässliche Informationen bereitzustellen. Dennoch können Fehler auftreten oder Angaben unvollständig sein. Bitte betrachten Sie diesen Text als erste Orientierung und wenden Sie sich für verbindliche Auskünfte immer an Kinderärzt*innen, den ärztlichen Notdienst und die zuständigen Stellen.