Fortbildung für Beschäftigte in der Pflege nach der Pflegeberufe-Reform

Autorenname: Admin Datum: 2025-07-12 Blog-Kategorie: Fort-, Weiterbildung

Fortbildung für Beschäftigte in der Pflege nach der Pflegeberufe-Reform

Was ist die Pflegeberufe-Reform?
Das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe ist im Januar 2020 in Kraft getreten und zielt darauf ab:

  • die berufliche Ausbildung in der Pflege zu vereinheitlichen (statt der Trennung in Altenpflege, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege)

  • moderne allgemeine und pflegerische Kompetenzen zu stärken

  • breite Möglichkeiten für Weiterbildung und beruflichen Aufstieg zu eröffnen

Die wichtigsten Fortbildungsarten nach der Reform

  1. Pflegefachkraft mit Spezialisierung (Fachkraft mit Schwerpunkt)
    Beispiele: Geriatrie, Palliativpflege, Demenzpflege

    • erhöht die Chancen auf Arbeit in Krankenhäusern oder spezialisierten Pflegeeinrichtungen

  2. Praxisanleiter/in (anerkannte/r Praxisanleiter/in)

    • bildet Pflegeschüler/innen in Praxiseinsätzen aus

    • anerkannter Kurs, häufige Voraussetzungen:

      • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung + Weiterbildung von 300 Stunden

    • sehr gefragt im neuen generalistischen Ausbildungssystem

  3. Wohnbereichsleitung / Stationsleitung

    • qualifiziert zur Leitung eines Bereichs/einer Station im Krankenhaus oder Pflegeheim

    • umfasst Management, Koordination und Pflegerecht

  4. Pflegedienstleitung (PDL)

    • höchste Leitungsfunktion in der Pflege außerhalb des Krankenhauses

    • erfordert Berufserfahrung und staatlich anerkannte Weiterbildungen

    • ermöglicht die Leitung kompletter Einrichtungen oder die Gründung eines ambulanten Pflegedienstes

  5. Pain Nurse / Wundexperte / Hygienebeauftragte/r
    Spezialisierungen wie:

    • Wundversorgung

    • Schmerzmanagement

    • Infektionsprävention

    • kurze, aber anerkannte Kurse, die Gehalt und Chancen verbessern

Vorteile einer Fortbildung in der Pflege

  • höheres Gehalt: Fast jede Weiterbildung steigert das monatliche Einkommen

  • anerkannte Zertifikate: besonders über IHK oder medizinisch anerkannte Anbieter wie:
    DAA Pflege, APOLLON Hochschule, BTB, Caritas Akademie

  • bessere Jobchancen: Krankenhaus, Altenhilfe, ambulante Pflege oder Pflegepädagogik

Mögliche Finanzierung

  • Bildungsgutschein vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit

  • Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) = Aufstiegs-BAföG

  • teilweise Eigen-/Arbeitgeberfinanzierung bei betrieblichem Bedarf

Strategischer Tipp
Wenn du:

  • eine Pflegefachkraft-Qualifikation nach dem neuen System hast

  • mindestens 2 Jahre Erfahrung hast
    … dann starte mit Praxisanleiter oder einer Spezialisierung und denke später an eine Management-Laufbahn (PDL oder Bereichsleitung).


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