Berufsausbildung im Gesundheits- und Pflegebereich (Pflegeausbildung) nach der Reform 2020

Autorenname: Admin Datum: 2025-07-11 Blog-Kategorie: Schule

Nach der Reform 2020 hat die berufliche Ausbildung im Gesundheits- und Pflegebereich in Deutschland einen grundlegenden Wandel erlebt: Die Pflegeausbildungen wurden in einer neuen einheitlichen Berufsbildung zusammengeführt, bekannt als:
„Generalisierte Pflegeausbildung“
oder: die generalistische Pflegeausbildung.

Diese Reform zielte darauf ab, die Qualität der Qualifizierung zu erhöhen und die beruflichen Perspektiven der Absolventinnen und Absolventen zu erweitern – sowohl innerhalb Deutschlands als auch in den Ländern der Europäischen Union.

Was ist die Pflegeausbildung nach 2020?
Es handelt sich um eine einheitliche dreijährige Berufsausbildung, die drei zuvor getrennte Fachrichtungen zusammenführt:

  • Altenpflege

  • Kinderkrankenpflege

  • Krankenpflege (allgemeine Pflege im Krankenhaus)

Heute schließt man als umfassend qualifizierte Pflegekraft unter der Bezeichnung ab:
Pflegefachfrau / Pflegefachmann

Wie läuft die Ausbildung ab?

Bestandteil Erklärung
Praktische Ausbildung (Praxis) in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen, häuslicher Pflege …
Theoretischer Unterricht (Theorie) in Pflegeschulen
Dauer der Ausbildung 3 Jahre (kann für Personen mit Vorqualifikationen verkürzt werden)
Rotationsmodell Wechsel zwischen Theoriephasen und Praxisphasen

Inhalte des Programms:

Lernbereiche Themen
Pflegewissenschaft Einschätzung von Fällen, Pflegeplanung, Dokumentation
Medizinische Grundlagen Anatomie, Krankheiten, Medikamente
Psychologie und Soziologie Umgang mit älteren Menschen, psychosoziale Unterstützung
Recht und Ethik Pflegerecht, Patientenrechte
Arbeit in multiprofessionellen Teams Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten und Angehörigen

Wie hoch ist das Gehalt während der Ausbildung?

Jahr Durchschnittliches monatliches Bruttogehalt (ca.)
1. Jahr ca. 1.190 € – 1.250 €
2. Jahr ca. 1.250 € – 1.320 €
3. Jahr ca. 1.330 € – 1.400 €

(Abhängig von Träger und Bundesland; gilt als eine der bestbezahlten Ausbildungen.)

Abschlusszeugnis:
Nach Bestehen der abschließenden theoretischen und praktischen Prüfungen erhält die/der Auszubildende das Zeugnis:
Staatlich anerkannte/r Pflegefachfrau/Pflegefachmann
Diese Qualifikation ist in Deutschland und der Europäischen Union anerkannt.

Arbeitsmöglichkeiten nach dem Abschluss:

Bereich Beispiele für Tätigkeiten
Krankenhäuser Notaufnahme, Chirurgie, Innere Medizin, Intensivstation
Pflegeheime Altenpflegeheim, ambulante Dienste
Häusliche Pflege Pflege zuhause / Ambulante Pflege
Kinder- oder Behinderteneinrichtungen Einrichtungen für Behinderte
Arbeiten in Europa da der Abschluss EU-weit einheitlich anerkannt ist

Vorteile des neuen Systems:

  • Einheitlicher Abschluss, einsetzbar in mehreren Bereichen

  • Flexibilität, zwischen Fachrichtungen im Berufsleben zu wechseln

  • Höhere Ausbildungsqualität und breitere Kompetenzen

  • EU-weite Anerkennung des Abschlusses

  • Möglichkeit, sich später in eine der drei Richtungen zu spezialisieren

Wer kann sich bewerben?

Voraussetzung Erklärung
Alter kein Höchstalter – auch Erwachsene können sich bewerben
Schulabschluss Realschule oder gleichwertiger Abschluss
Deutschkenntnisse häufig wird B2 verlangt, besonders für Nicht-Muttersprachler
Vorqualifikationen (z. B. Pflegekraft im Herkunftsland) können anerkannt werden oder Einstieg über ein Anpassungsprogramm

Wichtiger Hinweis:
Für Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund ist diese Ausbildung eine sehr gute Integrationschance – aufgrund der hohen Nachfrage nach Pflegefachkräften und der starken staatlichen Unterstützung für Qualifizierungen in diesem Bereich.


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