Geburt im Krankenhaus oder im Geburtshaus? Vergleiche und Kosten

Umfassender Vergleich zwischen Krankenhausgeburt und Geburtshausgeburt in Deutschland


1. Krankenhausgeburt (Krankenhausgeburt)

Vorteile

  • Präsenz eines vollständigen medizinischen Teams (Gynäkologen, Anästhesisten, Chirurgen, Kinderärzte)

  • Moderne Überwachungsgeräte und sofortige Intervention in Notfällen

  • Möglichkeit der Periduralanästhesie (PDA)

  • Möglichkeit eines Kaiserschnitts bei Bedarf

Nachteile

  • Klinische Atmosphäre kann als belastend oder weniger angenehm empfunden werden

  • Höhere Wahrscheinlichkeit medizinischer Interventionen (z. B. Weheneinleitung, Kaiserschnitt)

  • Wechselndes Personal aufgrund von Schichtdiensten

Kosten

  • Vollständig von der gesetzlichen (GKV) oder privaten Krankenversicherung (PKV) gedeckt

  • Einschließlich: Schwangerschaftsbetreuung, Geburt, 3–5 Tage Aufenthalt, Verpflegung, Medikamente


2. Geburt im Geburtshaus (Geburtshaus)

Vorteile

  • Heimische, beruhigende Atmosphäre

  • Intensivere persönliche Betreuung durch die Hebamme

  • Partner oder Familienangehörige dürfen jederzeit anwesend sein

  • Förderung einer natürlichen, interventionsarmen Geburt

Nachteile

  • Keine OP-Säle oder fachärztliche Versorgung vor Ort

  • Kein Kaiserschnitt und keine PDA möglich

  • Bei Notfällen: sofortige Verlegung ins Krankenhaus (Rettungswagen oder Auto, je nach Situation)

Kosten

  • Krankenkasse übernimmt nur einen Teil der Kosten (u. a. Hebamme, Wochenbettbetreuung)

  • Zusätzliche Kosten: 300–800 € je nach Stadt und Leistungsumfang (Geburtsvorbereitung, individuelle Beratung, längerer Aufenthalt)


Schnellvergleich

Kriterium Krankenhaus Geburtshaus
Kosten Vollständig gedeckt Versicherung + Zusatzkosten
PDA Möglich Nicht möglich
Kaiserschnitt Möglich Nicht möglich
Psychologische & persönliche Betreuung Mittel–gering Hoch
Medizinische Interventionen Wahrscheinlicher Weniger Intervention
Notfälle Sofortversorgung Verlegung ins Krankenhaus

Wann ist eine außerklinische Geburt nicht erlaubt?

Nicht empfohlen bei:

  • Risikoschwangerschaft

  • Beckenendlage oder andere atypische Kindslage

  • Mehrlingsschwangerschaft

  • Frühgeburt oder Überschreitung der 42. Woche

  • Chronischen Erkrankungen der Mutter oder Plazentaproblemen


Ist eine Hausgeburt eine dritte Option?

Ja, eine Hausgeburt (Hausgeburt) ist möglich und wird von einer qualifizierten Hebamme betreut.
Sie unterliegt jedoch denselben strengen medizinischen Bedingungen wie Geburtshausgeburten.


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