Eine neue Untersuchung des Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt zeigt, dass Rassismus in deutschen Behörden ähnlich verbreitet ist wie in der Gesamtbevölkerung.
Die Forscher betonen, dass es sich meist nicht um offenen Hass handelt, sondern um subtile Formen, die sich in alltäglichen Entscheidungen, bürokratischen Abläufen und der Organisationskultur niederschlagen – mit direkten Folgen für Geflüchtete und Minderheiten.
Für die Studie, die vom Innenministerium mit sechs Millionen Euro finanziert wurde, wurden rund 13.000 Beschäftigte aus vier Bundesbehörden befragt: Polizei, Zoll, Arbeitsagentur und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Zusätzlich beobachteten die Wissenschaftler den Alltag in den Ämtern und werteten Dokumente aus. Der Leipziger Religionssoziologe Gert Pickel, der die Untersuchung leitete, erklärte: „Eine Studie in diesem Umfang hat es in Deutschland noch nie gegeben. Zum ersten Mal erhalten wir als unabhängiges Forschungsnetzwerk Zugang zu staatlichen Institutionen, um Rassismus zu analysieren.“
Quellen – Agenturen