Alles, was du über den Bundesverband CarSharing e. V. wissen musst
Was ist der Bundesverband CarSharing (bcs)?
Der Bundesverband CarSharing e. V., kurz bcs, ist der zentrale Verband der Anbieter von klassischem CarSharing in Deutschland. Er wurde 1998 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Dort vertritt er Dutzende Anbieter gegenüber deutschen gesetzgebenden und administrativen Stellen (en.wikipedia.org).
Die Mitglieder reichen von großen Unternehmen wie Stadtmobil und Flintster; ihre Zahl liegt bei rund 200 Organisationen von insgesamt etwa 243 Anbietern in Deutschland.
Vision und Ziele
Der bcs will die Zahl privater Autos verringern und Staus sowie Umweltbelastung reduzieren, indem CarSharing als Teil der Zukunft nachhaltiger Mobilität etabliert wird. Außerdem wirbt der Verband für die Verknüpfung von CarSharing mit dem öffentlichen Verkehr wie Bus und Bahn (carsharing.de).
Zu den konkreten Zielen gehören:
Bezahlbare und umweltfreundliche Alternativen zum Privatwagen bereitstellen.
Ladenetze und Infrastruktur für Elektrofahrzeuge im CarSharing ausbauen.
Initiativen wie „Social Leasing“ unterstützen, die Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zu Elektroautos ermöglichen.
Aktivitäten und Leistungen
Interessenvertretung und rechtlicher Dialog
Der Verband steht im Austausch mit Regierung, Parlament und regionalen Verbänden, um den rechtlichen Rahmen und die Gesetzgebung rund um CarSharing zu gestalten. Er ist Mitglied in Organisationen wie dem VDV (Verbände des öffentlichen Verkehrs) und der UITP auf europäischer und globaler Ebene.
Jährliche Daten und Marktanalysen
Der Verband veröffentlicht jährlich detaillierte Berichte über die Zahl der Fahrzeuge, Nutzerinnen und Nutzer sowie die Anzahl der Kommunen mit CarSharing-Angeboten – dabei lag die Zahl der Teilnehmenden 2024 bei über 5,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzern.
Unterstützung für Kommunen und Fördernde
Der Verband stellt lokalen Initiativen und Verwaltungen Werkzeuge und Leitfäden bereit, um Stellplätze für CarSharing-Fahrzeuge auszuweisen und besondere Verfahren bzw. Verträge zu organisieren.
Umgang mit technischem Wandel
Der bcs spielt eine wichtige Rolle bei der Umstellung auf Elektromobilität, indem er Strategien zur Infrastrukturverbesserung und CarSharing-spezifische Ladepläne bereitstellt (carsharing.de).
Management und Mitglieder
Der bcs wird von einer Geschäftsführung geleitet, zu der Personen wie Bernd Kremer, Christian Reining, Niklas Wachholtz und Gisela Warmke gehören, die die Interessen der Mitgliedsgruppen vertreten (en.wikipedia.org).
Die Mitglieder reichen von lokalen Anbietern mit nur ein oder zwei Fahrzeugen bis hin zu großen, national tätigen Unternehmen mit Tausenden Autos in Hunderten Städten.
Aktuelle und zukünftige Wirkung
Verbandsdaten zeigen: Jedes fünfte CarSharing-Auto kann in Wohngebieten 20 private Autos ersetzen – das schafft Platz im Straßenraum und stärkt die Nutzung von ÖPNV und Fahrrädern.
Umstieg auf Elektromobilität: Elektrofahrzeuge machen inzwischen etwa 17,8 % der Flotte aus – verglichen mit 2,9 % Elektroanteil bei allen Autos in Deutschland; ein Hinweis auf die schnelle ökologische Entwicklung (carsharing.de).
Geografische Verbreitung: CarSharing deckt rund 935 Kommunen in Deutschland ab – mit 30.200 CarSharing-Fahrzeugen und 3,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzern bis Anfang 2022; die Zahlen steigen weiter (carsharing.org).
Fazit
Der Bundesverband CarSharing e. V. gilt als Kern einer ambitionierten Bewegung hin zu einer nachhaltigen Mobilitätszukunft in Deutschland, die gesellschaftlichen Wandel und technischen Fortschritt verbindet. Durch politische Interessenvertretung, präzise Statistiken und fachliche Unterstützung für Kommunen hat der bcs maßgeblich dazu beigetragen, den Wandel vom Autobesitz zur intelligenten Nutzung zu fördern. Heute steht er im Zentrum der Bemühungen um eine bessere lokale Wirtschaft, eine sauberere Umwelt und eine effizientere Mobilität – in Stadt und Land gleichermaßen.
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