Berufsausbildung im Handwerk: Goldene Chancen in Zeiten des großen Fachkräftemangels
Angesichts des demografischen Wandels und der Verrentung tausender Handwerkerinnen und Handwerker erlebt der Handwerkssektor in Deutschland eine steigende Nachfrage nach jungen Fachkräften. Eine Ausbildung im Handwerk ist nicht nur eine besondere Chance für eine stabile berufliche Zukunft, sondern auch ein Weg, später ein eigenes Projekt oder einen eigenen Betrieb zu besitzen.
Was ist „Handwerk“?
Es umfasst Dutzende traditioneller und technischer Handwerksberufe, zum Beispiel:
| Bereich | Beispiele für Berufe |
|---|---|
| Bau | Zimmerer, Maurer |
| Elektro und Energie | Elektroniker, Solartechniker |
| Heizung und Sanitär | Anlagenmechaniker, Installateur |
| Feinhandwerk | Goldschmied, Uhrmacher |
| Lebensmittelhandwerk | Bäcker, Fleischer |
| Schönheit und Pflege | Friseur, Kosmetiker/in |
| Kfz-Bereich | Kfz-Mechatroniker |
Warum gibt es jetzt goldene Chancen?
| Grund | Erklärung |
|---|---|
| Rentenwelle | Mehr als 250.000 Handwerker gehen in den nächsten 5 Jahren in Rente |
| Weniger Bewerber | Viele junge Menschen bevorzugen ein Studium, dadurch entsteht eine große Lücke |
| Chancen für Migranten und Ausländer | Der Sektor ist offen für Menschen, die handwerklich arbeiten möchten |
| Spätere Selbstständigkeit möglich | Nach Erfahrung und Meistertitel kannst du eine eigene Werkstatt eröffnen |
| Starke staatliche Förderung | Förderprogramme, Steuererleichterungen, Zuschüsse für Ausstattung und Qualifizierung |
Gehalt während und nach der Ausbildung:
| Phase | Monatliches Bruttogehalt (ca.) |
|---|---|
| 1. Jahr | 800 – 1.000 € |
| 2. Jahr | 900 – 1.100 € |
| 3. Jahr | 1.000 – 1.200 € |
| Nach Abschluss | 2.300 – 3.200 € (steigt mit Erfahrung und Spezialisierung) |
| Nach Meister | 3.500 € oder mehr + Möglichkeit, eine eigene Werkstatt zu gründen |
Die Gehälter variieren je nach Beruf, Bundesland und Ausbildungsbetrieb.
Zulassungsvoraussetzungen:
| Voraussetzung | Erläuterung |
|---|---|
| Schulabschluss | Abitur ist nicht nötig – oft reicht ein Hauptschulabschluss |
| Deutschkenntnisse | B1–B2 gilt als passend für Kommunikation und Arbeit |
| Körperliche Fitness und Fähigkeiten | wichtig in körperlichen Berufen wie Bau oder Elektro |
| Motivation und Verbindlichkeit | entscheidend für Annahme und Durchhalten |
Wo findest du eine Handwerk-Ausbildung?
handwerkskammer.de
Lehrstellenradar
arbeitsagentur.de
Direkt in Werkstätten oder auf Handwerksmessen
Lokale Handwerksbetriebe in deiner Region (hingehen und persönlich fragen)
Kannst du dich nach der Ausbildung weiterentwickeln?
Auf jeden Fall, der Karriereweg im Handwerk bietet viele Chancen:
| Entwicklung | Nutzen |
|---|---|
| Weiterbildung | Spezialisierte Kurse in deinem Bereich |
| Meistertitel | „Werkstattleiter“-Zertifikat: Ausbilden oder Betrieb eröffnen |
| Selbstständigkeit | Eigene Werkstatt oder eigenes Projekt gründen |
| Späteres Studium | z. B. Energietechnik oder Industrietechnik |
Fazit:
Eine Ausbildung im deutschen Handwerk ist heute nicht nur körperliche Arbeit, sondern eine goldene Chance für eine erfolgreiche und stabile Zukunft, auch ohne Hochschulabschluss. Der Sektor hat starken Personalmangel und bietet hervorragende Möglichkeiten für Deutsche und Migranten gleichermaßen.
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