Die europäischen Hauptstädte erwarteten mit Spannung ein mögliches Ende der transatlantischen Allianz, als US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz sprach.
Entgegen den Befürchtungen eines konfrontativen Tons wählte Rubio eine emotional warme Sprache – jedoch verbunden mit harten politischen Bedingungen.
Europa erinnerte sich noch an die Rede des US-Vizepräsidenten J.D. Vance im Vorjahr, der die EU wegen Einschränkungen der Meinungsfreiheit und Versäumnissen bei der Migration kritisiert hatte.
Rubio hingegen betonte, das Schicksal Washingtons sei mit Europa verbunden. Er sagte: „Wir Amerikaner mögen unsere Heimat im westlichen Hemisphäre haben, aber wir werden immer Europas Kinder bleiben.“
Gleichzeitig stellte er Europa vor die Wahl: Teilnahme am von Trump geführten „Projekt der Erneuerung“ oder das Risiko eines „zivilisatorischen Untergangs“.
Rubio kritisierte die frühere europäische Politik und warnte, dass der „Verlust an Stärke“ Europas auch Amerika schwäche. Die USA seien bereit, notfalls allein zu führen.
Seine Botschaften waren klar: Europa müsse stark bleiben, die USA wollten keine schwachen Verbündeten, sondern Partner, die sich selbst verteidigen können.
Rubio sprach von einer „erneuerten Allianz“ und einer gemeinsamen Zivilisation, die nur durch Zusammenarbeit bestehen könne.
Auffällig war jedoch, dass er Russland mit keinem Wort erwähnte – ein Schweigen, das viele Europäer angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine beunruhigte.
Quellen – Agenturen