Die neue Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz, die am Freitag beginnt, richtet ihr Augenmerk auf das sogenannte „Trump-System“. Der Sicherheitsbericht des Forums beschreibt die Politik von US-Präsident Donald Trump als zentralen Faktor, der die internationale Ordnung neu formt.
Der Bericht betont, dass die Vereinigten Staaten, die vor rund 80 Jahren maßgeblich zur Schaffung des globalen Systems beitrugen, nun daran arbeiten, es zu untergraben. Die Welt bewege sich zunehmend in Richtung einer Logik der „Starken“ und Einflussreichen – mit Trump an der Spitze.
Deutlich wurde die zentrale Rolle Trumps auch durch die Feststellung, dass der Dialog mit den USA nicht allein das Weiße Haus betrifft, sondern ein breites Spektrum amerikanischer Akteure. Washington fordert Europa wiederholt auf, mehr Verantwortung für seine eigene Verteidigung zu übernehmen.
Ein zentrales Treffen wird zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer stattfinden. Sie wollen über den Umgang mit den Veränderungen in der US-Politik und die transatlantischen Beziehungen beraten.
Etwa ein Drittel der europäischen Staats- und Regierungschefs sowie mehr als ein Viertel der Mitglieder des US-Kongresses – angeführt von Außenminister Marco Rubio – nehmen teil, um direkte Gesprächskanäle zu eröffnen.
Zum Ukraine-Konflikt kritisiert der Bericht „inkonsistente Verhandlungen“ der USA. Europa strebt daher eine eigenständigere Position an. Eine zentrale Rolle spielt dabei das „Ukrainische Haus“, das die europäische Haltung gegenüber Kiew stärken soll.
Quellen – Agenturen