Ein deutsch-britisches Start-up mit Sitz in München hat erstmals einen europäischen Hyperschallraketen-Prototyp getestet. Das Modell HS1, ohne Sprengkopf, wurde am 3. Februar 2026 von der Raumfahrtbasis Andøya in Norwegen gestartet und erreichte laut Angaben des Unternehmens Hypersonica eine Geschwindigkeit von Mach 6 – über 7400 Kilometer pro Stunde. Die Rakete legte eine Strecke von 300 Kilometern zurück.
Hypersonica, gegründet 2023, will die Rakete bis 2029 in Serienproduktion bringen. Der Testflug sorgte für Aufmerksamkeit, da bisher nur wenige Länder wie China, Russland und die USA über Hyperschallraketen verfügen oder diese entwickeln.
Nach Unternehmensangaben ist die Rakete mehrere Meter lang und wiegt über eine Tonne. Technische Details wurden nicht veröffentlicht. Hypersonica hat ihren Hauptsitz in München und eine Niederlassung in London.
Russland hat nach eigenen Angaben bereits Hyperschallraketen im Ukraine-Krieg eingesetzt, die aufgrund ihrer extremen Geschwindigkeit schwer abzufangen sind.
Die Gründer von Hypersonica wollen Europa bis 2029 „die erste souveräne Fähigkeit zum Einsatz von Hyperschallraketen“ verschaffen.
Quellen – Agenturen