Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden meldete, dass im Jahr 2025 rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht waren – das entspricht 16,1 Prozent der Bevölkerung, gegenüber 15,5 Prozent im Jahr 2024.
Besonders betroffen sind Alleinlebende mit einer Quote von 30,9 Prozent, Alleinerziehende mit 28,7 Prozent sowie Arbeitslose mit 36,9 Prozent. Auch bei Rentnerinnen und Rentnern stieg das Armutsrisiko auf 19,1 Prozent.
Nach der Definition der EU gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Für Alleinlebende lag diese Grenze 2025 bei 1446 Euro netto im Monat, für Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3036 Euro.
Die Hans-Böckler-Stiftung, die den Gewerkschaften nahe steht, bezeichnete diese Entwicklung als deutliches Versagen des Sozialstaates und warnte vor einer besorgniserregenden Verschlechterung der Lebensbedingungen.
Quellen – Agenturen