Datenschützer warnen erneut vor möglichen Eingriffen des chinesischen Staates in die Privatsphäre von TikTok-Nutzern. Nun gibt es neue Bedenken: Die App könnte Informationen aus anderen auf Smartphones installierten Anwendungen sammeln.
Die europäische Datenschutzorganisation NOYB mit Sitz in Wien wirft TikTok vor, Aktivitäten von Nutzern innerhalb anderer Apps auszuspionieren. In einem aktuellen Bericht erklärten Analysten, sie hätten Hinweise darauf, dass TikTok einem Nutzer gegenüber eingeräumt habe, Daten über andere genutzte Plattformen sowie deren Verwendungszweck zu erfassen.
Zu den gesammelten Informationen sollen externe Details gehören, etwa das Hinzufügen eines Produkts in einen Warenkorb oder Aktivitäten auf einer Dating-Plattform für Homosexuelle. Die Datenschutzanwältin Kleanthi Sardeli von NOYB betonte, TikTok sammele – ähnlich wie manche US-Apps – zunehmend Daten aus anderen Quellen. Dies verstoße gegen die Datenschutz-Grundverordnung der EU. TikTok, das dem chinesischen Unternehmen ByteDance gehört, äußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht zu den Vorwürfen.
Quellen - Agenturen