Die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump über die Rolle der NATO-Verbündeten im Afghanistan-Krieg haben in Europa für heftige Kritik gesorgt. Trump hatte in einem Interview mit „Fox News“ erklärt, die USA hätten die Unterstützung der Partnerstaaten „nie wirklich gebraucht“ und deren Truppen seien „fernab der Frontlinien“ geblieben.
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius widersprach diesen Vorwürfen entschieden. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung am 24. Januar 2026 betonte er: „Unsere Streitkräfte waren bereit, als unsere amerikanischen Verbündeten nach den islamistischen Terroranschlägen 2001 um Unterstützung baten. Deutschland ist sehr dankbar für den Mut und die hohe Professionalität unserer Soldaten.“
Pistorius erinnerte daran, dass Deutschland in Afghanistan „einen hohen Preis“ gezahlt habe: 59 Soldaten und drei Polizisten verloren ihr Leben, viele weitere leiden bis heute unter körperlichen und psychischen Folgen. Er bekräftigte, dass die Leistungen und der Mut der deutschen Soldaten in Afghanistan „unabhängig von jeder Kritik“ gewürdigt werden müssen.
Quellen - Agenturen