Seit Jahren sitzen rund 30 ehemalige Mitglieder der Terrororganisation "Islamischer Staat" mit deutscher Staatsangehörigkeit in Gefängnissen im Nordosten Syriens. Sicherheitskreise warnen davor, dass Kämpfe zwischen rivalisierenden Gruppen die Gefängnistore öffnen könnten – mit der Folge, dass tausende Dschihadisten entkommen und unkontrolliert in ihre Herkunftsländer zurückkehren, darunter auch Deutschland.
In Deutschland fordern Angehörige mehrfach die Rückführung ihrer in Syrien inhaftierten Familienmitglieder. Sie verweisen auf die Gefahr einer möglichen Flucht sowie auf die schlechten Haftbedingungen. Besonders die gesundheitliche Lage sorgt für Besorgnis: So berichtete die Zeitung "Die Welt", dass der seit 2017 inhaftierte Deutsche Dirk B. aus Baden-Württemberg an Tuberkulose erkrankt sei.
Bislang haben drei Familien offizielle Petitionen an den Bundestag eingereicht. Neben dem Vater von Dirk B., der 2019 eine Eingabe machte, stellten auch die Angehörigen von Lukas G. aus Nordrhein-Westfalen und Martin L. aus Sachsen-Anhalt entsprechende Anträge.
Quellen - Agenturen