Großbritannien und Deutschland haben die Vereinigten Staaten aufgefordert, ihr Vorgehen in Venezuela gegenüber der internationalen Gemeinschaft zu erklären. Anlass war der US-Angriff auf Caracas am vergangenen Samstag und die Festnahme des gewählten Präsidenten Nicolás Maduro.
Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte am Montag, die USA müssten die Gründe für ihr Handeln in Venezuela darlegen. Die Situation sei „unklar“.
Starmer betonte in einer Pressekonferenz: „Was wir in Venezuela brauchen, ist ein friedlicher Übergang zur Demokratie. Das war unsere Haltung vor Beginn dieser Woche und bleibt sie bis heute.“
Er fügte hinzu: „Das Völkerrecht ist der Rahmen, anhand dessen wir die Handlungen anderer Regierungen beurteilen. Die Vereinigten Staaten müssen ihre Maßnahmen erklären. Die Lage ist unklar, komplex, und es gibt weiterhin neue Entwicklungen.“
Die USA hatten Maduro am Samstag festgenommen und nach New York gebracht, wo er sich wegen Drogenhandelsvorwürfen verantworten soll.
Auch ein Sprecher der deutschen Regierung sagte in einer Pressekonferenz, Washington müsse der internationalen Gemeinschaft die Grundlage für die jüngsten Handlungen erläutern. Dies sei bislang nicht geschehen.
Quellen – Agenturen