Die israelische Zeitung Maariv berichtete, dass ein neues Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu – der vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht wird – weiterhin von den Ergebnissen der Vermittlergespräche in Miami abhängt.
Im Mittelpunkt der Gespräche steht der Übergang zur zweiten Phase von Trumps Plan für Gaza. Diese sieht eine Ausweitung der Regelungen für die Zivilbevölkerung sowie die Diskussion über eine alternative Regierungsform für die Hamas vor, einschließlich der Möglichkeit einer internationalen Präsenz im Gazastreifen.
Quellen der Zeitung betonten zudem, dass die US-Regierung versucht, jegliche Entwicklungen zu verhindern, die die Stabilität Syriens gefährden könnten und damit die Bemühungen zur Festigung des neuen Systems in Damaskus untergraben würden.
Diese Themen seien eng mit größeren strategischen Fragen verbunden, insbesondere mit Iran. Das Ergebnis eines Treffens zwischen Trump und Netanjahu hänge davon ab, ob Netanjahu die zweite Phase in Gaza mit einer amerikanischen Unterstützung für Israels Sicherheitspositionen gegenüber Syrien, Libanon und Iran verknüpfen könne.
Unterdessen berichtete die französische Plattform Mediapart, dass der Krieg in Gaza zwar beendet sei, der Streifen jedoch eine andere Art von Krieg erlebe.
Die humanitäre Krise habe sich durch die jüngsten Stürme und Regenfälle verschärft. Der Winter in Gaza sei ohnehin hart, doch die Härte dieser Saison sei außergewöhnlich.
Die Auswirkungen der Unwetter seien in Gaza deutlich spürbar gewesen, während Israel, nur wenige Kilometer entfernt, kaum betroffen war.
Das Fehlen humanitärer Hilfe verschlimmere die Lage der Bevölkerung zusätzlich. Zahlreiche Hilfsorganisationen seien sich einig, dass Israel die Einfuhr lebenswichtiger Güter in den Gazastreifen verhindere.
Quellen - Agenturen