Die Bundesregierung hat angekündigt, ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten einzuleiten. Der Schritt folgt langjährigen Forderungen von Bundesländern und Umweltverbänden. Laut dem Umweltministerium laufen die rechtlichen Vorbereitungen bereits. Deutschland verbraucht jährlich über 60 Millionen Einweg-E-Zigaretten. Die darin verbauten Batterien stellen ein erhebliches Risiko dar: Sie verursachen nach Schätzungen der Recyclingbranche rund 30 Brände täglich in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen, wobei 80 Prozent dieser Vorfälle auf falsch entsorgte Batterien zurückzuführen sind. Auch der Verband der Entsorgungsunternehmen und die Deutsche Umwelthilfe warnen vor den Gefahren für Kinder und Jugendliche sowie vor Sicherheitsrisiken in Abfallanlagen. Sie fordern ein rasches Inkrafttreten des Verbots. Die endgültige rechtliche Umsetzung hängt von der Zustimmung der EU-Kommission ab, ähnlich wie in Frankreich und Belgien, die bereits vergleichbare Schritte eingeleitet haben.
Quellen - Agenturen