Die traditionsreiche Parfümerie Pieper, eine der größten privat geführten Parfümerieketten Deutschlands, hat am Freitag Insolvenz angemeldet. Rund 900 Beschäftigte bangen nun um ihre Arbeitsplätze. Das Unternehmen wurde 1931 in Bochum gegründet und hat seinen Sitz heute in Herne. Es betreibt etwa 120 Filialen. Nach Angaben des Unternehmens wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Die Löhne der Mitarbeiter sind für drei Monate gesichert. Filialen und Online-Shop bleiben zunächst geöffnet, in der Hoffnung auf bessere Umsätze im Weihnachtsgeschäft, um eine Sanierung einzuleiten. Zur Abwicklung wurde die Anwältin Sarah Wolf von der Kanzlei „Anchor“ in Duisburg als Sachwalterin eingesetzt. Gemeinsam mit einem Generalbevollmächtigten und einem Restrukturierungsexperten arbeitet sie mit der Geschäftsführung unter Oliver Pieper, Enkel des Firmengründers, an einem Rettungsplan. Ziel ist es, die Arbeitsplätze zu sichern und eine Zukunftsperspektive für das Unternehmen zu schaffen.
Quellen – Agenturen