Die Verwaltungsgerichte in Berlin und Ansbach (Bayern) verzeichnen eine wachsende Zahl von Klagen afghanischer Staatsbürger gegen die Bundesregierung. Viele dieser Menschen haben im Rahmen des Bundesaufnahmeprogramms eine Aufnahmezusage erhalten, da sie besonderen Bedrohungen ausgesetzt sind. Dennoch warten zahlreiche Betroffene seit Monaten in Pakistan auf ihre Visa. Seit Mitte Mai gingen beim Verwaltungsgericht Berlin mindestens 117 Eilanträge ein. In 49 Fällen entschieden die Richter zugunsten der Antragsteller und verpflichteten die Bundesregierung meist zur Visaerteilung, teilweise lediglich zur Entscheidung. 18 Anträge wurden abgelehnt, während 41 Verfahren bis zum 31. Oktober noch offen waren. Ein Gerichtssprecher betonte, dass die Zahlen nicht vollständig sein könnten.
Quellen - Agenturen