Berufsbegleitende Weiterbildung
Wie man Arbeit und Weiterbildung in Deutschland vereinbart
Angesichts der schnellen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt ist das berufsbegleitende Lernen (Berufsbegleitende Weiterbildung) zu einer klugen Option für ambitionierte Beschäftigte geworden, die sich weiterentwickeln möchten, ohne ihren aktuellen Job aufzugeben. Hier findest du einen umfassenden Leitfaden, um diesen Weg zu verstehen und berufliche sowie schulische Verpflichtungen sinnvoll zu vereinbaren.
Was bedeutet „Berufsbegleitende Weiterbildung“?
Damit sind berufliche Fortbildungen oder ergänzende Studienangebote gemeint, die parallel zur Arbeit stattfinden und häufig so organisiert sind:
abends (Abendkurse)
am Wochenende
oder online als Fernstudium (Fernstudium)
Hauptziele
Verbesserung der beruflichen Qualifikationen
Aufstieg auf der Karriereleiter
Wechsel in ein neues Berufsfeld
Erfüllung von Anforderungen des Arbeitgebers oder gesetzlicher Vorgaben
Mögliche Formen des Lernens neben dem Job
Weiterbildung (berufliche Kurse): kurze bis mittlere Dauer mit Zertifikaten (IHK, HWK, TÜV …)
Fernstudium: Bachelor, Master oder Spezialisierungsprogramme online
Aufstiegsweiterbildung: Meister, Techniker, Fachwirt
Zertifikatslehrgänge: gezielte Kurse z. B. in Marketing, Management, IT …
Wie organisierst du deine Zeit zwischen Arbeit und Studium?
Praktische Tipps:
Klare Wochenplanung: feste Lernzeiten einplanen
Pausen nutzen: Lernen unterwegs oder in Arbeitspausen
Mit dem Unternehmen sprechen: nach flexiblen Arbeitszeiten oder Sonderurlaub fragen
Geeignete Lernumgebung zu Hause vorbereiten
Digitale Tools nutzen: Zeitmanagement-Apps, Google Kalender, Notiz-Tools
Wichtige Anbieter berufsbegleitender Programme
FernUniversität in Hagen: Bachelor- und Masterstudiengänge im Fernstudium
IHK Akademien: berufliche Zertifikate, oft als Abendkurse
WBS Training: digitale Weiterbildung, vollständig förderfähig
Euro-FH, IUBH, FOM Hochschule: flexible Studienmodelle neben dem Beruf
TÜV Rheinland Akademie: technische und kaufmännische Kurse mit anerkannten Zertifikaten
Wie finanzierst du deine Weiterbildung?
Bildungsgutschein: vollständige Finanzierung durch die Agentur für Arbeit
Aufstiegs-BAföG: Förderung für Meister-, Techniker- und Fachwirt-Lehrgänge
Unterstützung durch den Arbeitgeber: manche Unternehmen übernehmen Kosten als Teil der Personalentwicklung
Steuerliche Absetzbarkeit (Werbungskosten): Bildungskosten können von der jährlichen Steuer abgesetzt werden
Ist das für alle geeignet?
Ja, aber …
es erfordert hohe Disziplin und strenges Zeitmanagement
ein klarer beruflicher Antrieb ist hilfreich
Unterstützung durch Familie oder Unternehmen erleichtert den Weg deutlich
Praxisbeispiel:
Maha (Marketing-Mitarbeiterin – 30 Jahre)
Sie entschied sich für einen Master „Marketing Management“ an der IU Internationale Hochschule als Fernstudium.
Sie lernt jeden Abend zwei Stunden plus den Samstag und plant, das Studium in zwei Jahren abzuschließen, ohne den Job zu kündigen.
→ Sie profitiert von einem jährlichen Steuervorteil und einer teilweisen Unterstützung durch ihr Unternehmen.
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