Alles, was Sie über die Rückzahlung des BAföG-Darlehens wissen müssen: Umfassender Leitfaden für 2025
Einleitung
Nach der Inanspruchnahme von BAföG während des Studiums kommt der Zeitpunkt, an dem ein Teil des Darlehens zurückgezahlt werden muss. Die geförderte Person ist in der Regel nur verpflichtet, die Hälfte des Gesamtdarlehensbetrags zurückzuzahlen; die andere Hälfte wird erlassen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Rückzahlung funktioniert, welche Optionen es gibt und welche Regelungen für Studierende gelten, die ihren Studiengang oder ihre Hochschule wechseln.
Rückzahlungsoptionen für BAföG nach dem Studienabschluss
1. Einmalzahlung mit hohem Rabatt
Nach Abschluss des Studiums kann derdie ehemalige Studentin wählen, das BAföG-Darlehen in einer einzigen Summe zurückzuzahlen.
Der maximal zurückzuzahlende Betrag liegt bei 10.000 Euro. Entscheidet sich die Person für eine Einmalzahlung, kann sie je nach Höhe des Restdarlehens von einem Rabatt zwischen 30 % und 50 % profitieren.
Diese Option ist besonders attraktiv für diejenigen, die in der Lage sind, den offenen Betrag auf einmal zu begleichen.
2. Rückzahlung in Raten
Wenn die Rückzahlung in einer Einmalzahlung nicht möglich ist, kann das Darlehen auch in monatlichen Raten zurückgezahlt werden.
In diesem Fall werden in der Regel 105 Euro pro Monat fällig, und die Rückzahlung kann sich über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren erstrecken.
Die Rückzahlung beginnt üblicherweise fünf Jahre nach Beendigung des Studiums, was den Absolvent*innen genügend Zeit gibt, finanziell Fuß zu fassen.
3. Erlass oder Befreiung bei geringem Einkommen
Wenn das Einkommen nach dem Studienabschluss so niedrig ist, dass eine Rückzahlung finanziell nicht zumutbar ist, kann eine vollständige oder teilweise Befreiung von der Rückzahlung in Betracht kommen.
Die Entscheidung über einen Erlass hängt von:
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der Höhe des Einkommens,
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den laufenden Belastungen und
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der allgemeinen finanziellen Situation
der betreffenden Person ab.
Antrag auf BAföG und erforderliche Unterlagen
Studierende sollten ihren BAföG-Antrag möglichst direkt nach der Studienzulassung stellen und die notwendigen Unterlagen einreichen. Dazu gehören:
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Formblatt 1: Grundantrag / Hauptantragsformular.
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Formblatt 2: Immatrikulationsbescheinigung nach BAföG als Nachweis der Hochschulzulassung und Einschreibung.
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Formblatt 3: Angaben zum Einkommen der Eltern. Zusätzlich Formblatt 4 für Studierende mit Kindern, die ihre Kinder im BAföG-Antrag angeben möchten, um einen zusätzlichen Zuschlag zu erhalten. In diesem Formular wird die Unterhaltssituation der vomvon der Antragstellerin abhängigen Kinder dargestellt, was zu einem höheren Förderbetrag für Lebensunterhalt und Kinder führen kann.
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Mietvertrag oder Wohnraumnachweis.
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Kontoauszüge (Nachweis über Kontostand und Zahlungsverkehr).
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Kopie des Personalausweises oder Reisepasses.
Wechsel des Studiengangs oder der Hochschule
Wenn Studierende den Studiengang oder die Hochschule wechseln möchten, gelten bestimmte Regeln und Voraussetzungen:
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Wechsel des Studiengangs:
Entscheidet sich eine Studentin nach dem zweiten Semester für einen Studiengangwechsel, muss gegenüber dem BAföG-Amt eine plausible Begründung angegeben werden. Erfolgt der Wechsel nach dem dritten Semester, wird die Situation komplizierter, und es kann sein, dass die Förderung eingeschränkt wird oder Studierende ihre Studienkosten teilweise selbst tragen müssen. -
Wechsel der Hochschule:
Bei einem Hochschulwechsel müssen Studierende das BAföG-Amt in der Regel mindestens zwei Monate vorher informieren und nachvollziehbare Gründe für den Wechsel angeben.
Vorteile einer Erwerbstätigkeit während des Studiums mit BAföG
Studierende, die BAföG erhalten, dürfen während des Studiums arbeiten und bis zu 538 Euro monatlich hinzuverdienen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Höhe des BAföG hat.
Wird diese Grenze überschritten, wird der übersteigende Betrag auf die Förderung angerechnet und von den BAföG-Leistungen abgezogen.
Fazit
Das BAföG ist ein zentrales Instrument der Bildungsförderung in Deutschland und trägt maßgeblich zur Bildungsgerechtigkeit bei.
Studierende, deren Familien die Studienkosten nicht oder nur schwer tragen können, haben mit BAföG die Möglichkeit, dennoch ein Hochschulstudium aufzunehmen.
Dank der sozialverträglichen Rückzahlungsbedingungen, der Möglichkeit von Rabatten bei Einmalzahlung und der Befreiungen im Falle niedrigen Einkommens ist BAföG ein wichtiges Instrument, um den Zugang zu höherer Bildung für alle zu sichern – unabhängig von der sozialen Herkunft.
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