Rangliste der deutschen Bundesländer nach Zahl der Ausländer

Rangfolge der deutschen Bundesländer nach dem Anteil von Migranten und Einwohnern mit Migrationshintergrund im Jahr 2025: Ein umfassender Leitfaden

Mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland steigt in vielen Bundesländern der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund – also Migrantinnen und Migranten sowie Deutsche mit ausländischen Wurzeln. Diese demografische Vielfalt wirkt sich auf den gesellschaftlichen Aufbau, den Arbeitsmarkt und das kulturelle Leben aus. In diesem umfassenden Beitrag stellen wir die deutschen Bundesländer nach dem geschätzten Anteil von Migrantinnen und Migranten bzw. Personen mit Migrationshintergrund geordnet dar (Stand etwa 2025). Die Daten basieren auf aktuellen Studien und Statistiken, die vom Statistischen Bundesamt (Statistisches Bundesamt) und weiteren regionalen Stellen zusammengetragen wurden. Außerdem gehen wir darauf ein, welchen ungefähren Anteil die jeweiligen Bundesländer an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland haben und welche Gründe diese Verteilung erklären.

Hinweis: Der Begriff „Migrationshintergrund“ umfasst Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die im Ausland geboren wurden, eingebürgerte Deutsche sowie Kinder von Zuwanderern, die in Deutschland geboren sind, deren familiäre Wurzeln aber in anderen Staaten liegen. Die Quoten und Zahlen dieser Gruppe können sich von den Anteilen der Ausländer (Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft) unterscheiden; deshalb nennen wir hier ungefähre, zusammengefasste Schätzwerte für beide Indikatoren.


1. Berlin

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: ca. 35–36 %

Warum liegt Berlin an der Spitze?
Berlin ist die politische und kulturelle Hauptstadt Deutschlands und damit ein Magnet für Neuankömmlinge sowie Menschen, die nach Studien- und Arbeitsmöglichkeiten suchen.
Viele Stadtteile – etwa Neukölln oder Kreuzberg – sind bekannt für ihre ausgeprägte ethnische und kulturelle Vielfalt.

Anteil an allen Ausländerinnen/Ausländern und Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland:
Der Anteil Berlins an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland wird auf rund 10 % geschätzt.


2. Hamburg

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: etwa 33–35 %

Gründe:
Hamburg verfügt über einen internationalen Seehafen, einen der größten Europas. Das fördert die Zuwanderung von Arbeitskräften und Fachleuten aus aller Welt.
Ein starker Medien-, Werbe- und Dienstleistungssektor spricht Fachkräfte aus Europa, Asien und Amerika an.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland:
Hamburg trägt schätzungsweise rund 7–8 % zur Gesamtzahl der ausländischen Einwohnerinnen/Einwohner und Menschen mit Migrationshintergrund bei.


3. Bremen

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: ca. 30–32 %

Gründe für die hohe Quote:
Als kleiner Stadtstaat machen Familien mit Migrationshintergrund einen hohen Anteil an der Gesamtbevölkerung aus.
Die Wirtschaft ist stark vom Hafenbetrieb und Handel geprägt, was die Anwerbung von Arbeitskräften aus vielen Ländern begünstigt.

Anteil an der Gesamtzahl der Ausländerinnen/Ausländer in Deutschland:
Aufgrund der geringen Einwohnerzahl liegt der Anteil Bremens bei nur etwa 2–3 % der Gesamtzahl.


4. Hessen

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: rund 30 %

Gründe:
Frankfurt am Main ist ein globales Finanzzentrum, das Bank- und Finanzfachleute aus aller Welt anzieht.
Ein großer Dienstleistungssektor und zahlreiche europäische Zentralen internationaler Unternehmen sorgen für eine vielfältige, hochqualifizierte Zuwanderung.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Hessen stellt etwa 8 % aller Ausländerinnen/Ausländer bzw. Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland.


5. Baden-Württemberg

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: ca. 28–30 %

Gründe:
Starke Industrieregionen mit Unternehmen wie Mercedes-Benz, Porsche und hunderten Technologiefirmen benötigen vielfältige und qualifizierte Arbeitskräfte.
Universitäten und Forschungseinrichtungen von Weltrang (Stuttgart, Heidelberg, Freiburg u.a.) ziehen internationale Studierende und Wissenschaftler an.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Baden-Württemberg trägt etwa 10–11 % zur Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland bei.


6. Nordrhein-Westfalen

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: etwa 26–28 %

Gründe:
Als bevölkerungsreichstes Bundesland mit Regionen wie dem Ruhrgebiet sowie Städten wie Köln und Düsseldorf zieht Nordrhein-Westfalen viele Zuwanderer an.
Eine große Bandbreite an Industrie- und Dienstleistungsbranchen schafft Beschäftigungsmöglichkeiten in vielen Bereichen.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Der Anteil kann 14–15 % übersteigen, was insbesondere auf die hohe Einwohnerzahl zurückzuführen ist.


7. Bayern

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: ca. 25–27 %

Gründe:
Großstädte wie München und Nürnberg ziehen Fachkräfte aus den Bereichen Technologie, Automobilindustrie und IT an.
Der Tourismus in den Alpen und ein starker Gastgewerbesektor schaffen zusätzliche Jobs für ausländische Arbeitskräfte.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Bayern beherbergt schätzungsweise 12–13 % aller Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, was auch auf die hohe Gesamtbevölkerung der Region zurückgeht.


8. Rheinland-Pfalz (Rheinland-Pfalz)

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: rund 18–20 %

Gründe:
Historisch bedingt gibt es mehrere US-Militärstützpunkte, was zu einer gemischten, internationalen Bevölkerungsstruktur beigetragen hat.
Landwirtschaft, Weinbau und Industrie in Zentraleuropa ziehen Arbeitskräfte aus Osteuropa, der Türkei und anderen Regionen an.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Rheinland-Pfalz steht für rund 4–5 % der Gesamtzahl der Ausländerinnen/Ausländer in Deutschland.


9. Niedersachsen

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: etwa 18–20 %

Gründe:
Industriestädte wie Hannover und Wolfsburg (Sitz von Volkswagen) sowie die damit verbundenen Zulieferketten schaffen viele Arbeitsplätze.
Ein starker Agrar- und Ernährungssektor benötigt regelmäßig Saisonarbeitskräfte.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Der Anteil liegt bei etwa 7–8 %, was auch mit der großen Fläche und der wirtschaftlichen Vielfalt des Bundeslandes zusammenhängt.


10. Schleswig-Holstein

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: ca. 14–16 %

Gründe:
Die Küstenlage und die Nähe zu Dänemark ziehen regionale und europäische Arbeitskräfte an.
Ein ausgeprägter Tourismussektor an der Nord- und Ostsee verstärkt den Bedarf an saisonalen Beschäftigten.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Rund 3 % der ausländischen Bevölkerung Deutschlands leben in Schleswig-Holstein.


11. Brandenburg

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: etwa 10–12 %

Gründe:
Die Nähe zu Berlin begünstigt, dass ein Teil der Zugewanderten ins Umland zieht, wo Wohnraum günstiger ist.
Wachsende Sektoren wie Landwirtschaft und erneuerbare Energien führen zu einem steigenden Bedarf an Fachkräften.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Aufgrund der relativ geringen Einwohnerzahl und des hohen ländlichen Anteils liegt der Anteil bei nur etwa 2–3 %.


12. Sachsen (Sachsen)

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: ca. 8–10 %

Gründe:
Der Aufschwung der Automobil- und Elektronikindustrie in Leipzig und Dresden sorgt für eine gewisse Zuwanderung.
Insgesamt bleibt die Quote jedoch hinter vielen west- und süddeutschen Ländern zurück.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Etwa 2–3 %.


13. Mecklenburg-Vorpommern

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: etwa 7–9 %

Gründe:
Der ländliche Charakter des Bundeslandes und der Schwerpunkt auf Küstentourismus begrenzen das Ausmaß der Zuwanderung.
Viele junge Einheimische ziehen in andere Regionen Deutschlands mit größeren Städten und mehr Jobchancen.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Nur etwa 1–2 %.


14. Sachsen-Anhalt (Sachsen-Anhalt)

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: rund 7–8 %

Gründe:
Nach der Wiedervereinigung gab es nur begrenzten industriellen Ausbau, insbesondere im Chemiesektor.
Mangels großer wirtschaftlicher Zentren bleibt die Zuwanderung im Vergleich zu anderen Bundesländern eher gering.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Zwischen 1–2 % der Gesamtzahl der Migrantinnen/Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund.


15. Thüringen (Thüringen)

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: ca. 6–8 %

Gründe:
Die Wirtschaft stützt sich auf mittelgroße Industrien und kleinere Städte wie Erfurt und Jena, was die Zuwanderung großer Gruppen begrenzt.
Es gibt zwar Fortschritte in technologieorientierten Branchen, diese erreichen aber noch nicht das Niveau der großen Metropolregionen.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Rund 1–2 %.


16. Saarland (Saarland)

Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund: etwa 14–16 % (je nach Statistik)

Obwohl der Prozentsatz relativ hoch ist, bleibt das Saarland wegen der insgesamt geringen Einwohnerzahl am unteren Ende der Rangliste, wenn man absolute Zahlen betrachtet.

Gründe:
Die Grenzlage zu Frankreich sorgt für zusätzlichen kulturellen und sprachlichen Austausch.
Traditionelle Industrien wie Kohle und Stahl haben sich zum Teil in moderne Dienstleistungsbranchen verwandelt.

Anteil an der Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund:
Weniger als 2 %, da die Einwohnerzahl insgesamt niedrig ist.


Was bedeuten diese Quoten für Deutschland insgesamt?

Gesamtanteil der Ausländerinnen/Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland:
Bis etwa 2025 wird ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung auf rund 27–28 % geschätzt. Das heißt: Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat in irgendeiner Form einen Migrationshintergrund.
Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer (also Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit) liegt bei etwa 12–13 %, während der Rest aus Eingebürgerten oder Kindern von Zuwanderern besteht, die bereits in Deutschland geboren sind.

Ungleichmäßige Verteilung:
Großstädte sowie stark industrialisierte und dienstleistungsorientierte Bundesländer ziehen den größten Teil der Migrantinnen und Migranten an, da es dort mehr Arbeits- und Studienmöglichkeiten gibt.
Ostdeutsche und ländlich geprägte Regionen weisen geringere Quoten auf, weil dort weniger wirtschaftliche Zentren und attraktive Großstädte vorhanden sind.


Fazit

Es zeigt sich, dass Berlin, Hamburg und Bremen an der Spitze der Bundesländer stehen, was den Anteil von Migrantinnen und Migranten bzw. Deutschen mit Migrationshintergrund betrifft. Ihnen folgen Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Diese Quoten spiegeln die wirtschaftliche und historische Rolle dieser Regionen als Anziehungspunkte wider – sei es aus industriellen, handelspolitischen oder akademischen Gründen.

Im Gegensatz dazu verzeichnen ostdeutsche Bundesländer wie Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern weiterhin niedrigere Anteile, auch wenn es in den vergangenen Jahren durch Beschäftigungs- und Investitionsprogramme leichte Verbesserungen gegeben hat.

Kurz gesagt: Die „Bevölkerungskarte“ Deutschlands zeigt ein vielschichtiges Bild, das zwischen hochentwickelten Industrie- und Dienstleistungsregionen mit großen Metropolen und eher ländlichen bzw. östlichen Bundesländern vermittelt. Es ist zu erwarten, dass diese Vielfalt in den kommenden Jahren weiter zunimmt – angetrieben vom Bedarf an qualifizierten Fachkräften und der Attraktivität der deutschen Großstädte für Zuwanderer aus aller Welt.


* Das Redaktionsteam dieser Webseite ist bemüht, durch gründliche Recherchen und die Auswertung verschiedener Quellen möglichst genaue Informationen zu liefern. Dennoch können Fehler auftreten oder einzelne Angaben auf unsicheren bzw. sich ändernden Daten beruhen. Daher sollten die in diesem Artikel genannten Informationen nur als erste, unverbindliche Orientierung verstanden werden. Für verbindliche und stets aktuelle Auskünfte wird empfohlen, sich an die zuständigen Behörden und amtlichen Stellen zu wenden.


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