Sport-Feriencamp in den Ferien: Was das Jugendamt finanziert und wie Familien davon profitieren
Während der Schulferien in Deutschland unterstützt das Jugendamt sportliche und freizeitpädagogische Programme für Kinder und Jugendliche, um soziale Teilhabe, Bewegung und Aktivität zu fördern. Hier ist der vollständige Leitfaden, wie Familien diese Förderung nutzen können:
1. Was finanziert das Jugendamt?
Das Jugendamt fördert Sport- und Ferienprogramme (Feriencamp Sport), die organisiert werden von:
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Jugendverbänden (Jugendverbände)
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Sportvereinen (Sportvereine)
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Trägern der Jugendbildung oder kirchlichen Einrichtungen
(lsjv.rlp.de, familienportal.berlin.de)
Gefördert werden häufig Maßnahmen mit einer Dauer von 5 bis 14 Tagen. Dabei wird ein Teil der täglichen Kosten pro Kind übernommen – sofern die Maßnahme pädagogische und sportliche Ziele verfolgt.
2. Wie läuft der Antrag ab?
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Art des Programms: Es muss als Ferienfreizeit mit pädagogischem und sportlichem Schwerpunkt geplant sein.
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Veranstalter: In der Regel stellt der Veranstalter (Verein/Träger) den Förderantrag vorab beim Jugendamt und begleitet das Verfahren (dresden.de).
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Antrag der Eltern: Danach reicht die Familie die erforderlichen Unterlagen ein. In manchen Städten kann die Unterstützung pro Kind bis etwa 260 € betragen (z. B. Mainz).
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Fristen: Der Antrag muss vor Programmbeginn gestellt werden (in Mainz häufig etwa zwei Wochen vorher). Die Fristen unterscheiden sich jedoch je nach Stadt und Saison.
3. Wer kann davon profitieren?
Zielgruppe sind insbesondere Familien mit geringem Einkommen oder mit Anspruch auf Leistungen wie:
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Bürgergeld
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Wohngeld
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Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
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Kinderzuschlag
(mainz.de)
Die Förderung kann in vielen Fällen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gelten, die sich noch in Schule oder Ausbildung befinden (lsjv.rlp.de).
4. Wie hoch kann die Unterstützung sein?
Das Jugendamt gewährt oft eine tägliche Pauschale. Diese beginnt in vielen Fällen bei etwa 6 € pro Tag und kann – je nach Prioritäten und Budget vor Ort – bis etwa 25 € pro Tag reichen.
In Städten wie Mainz können förderfähige Kosten pro Teilnahme bis zu 260 € erreichen (mainz.de).
5. Praktische Schritte für Familien
Schritt 1: In Schule oder Jugendamt nach einer Liste anerkannter Ferienprogramme fragen.
Schritt 2: Kind in ein passendes Feriencamp Sport anmelden.
Schritt 3: Antrag rechtzeitig vor der Frist einreichen (oft ca. zwei Wochen vorher).
Schritt 4: Benötigte Unterlagen abgeben (z. B. Bescheid, Anmeldebestätigung, Programminfo).
Schritt 5: Auf die Bewilligung warten und die finanzielle Unterstützung erhalten.
Schritt 6: Teilnahme des Kindes begleiten und die Vorteile des Programms nutzen.
Fazit
Das Jugendamt beteiligt sich finanziell an organisierten Sportcamps, die Kindern eine sinnvolle, pädagogische und aktive Ferienzeit ermöglichen. Die Antragstellung ist meist unkompliziert, setzt aber ein förderfähiges Programm und die Einhaltung der Fristen voraus. Wer früh startet, sichert sich eher einen Platz und die passende Förderung.
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