Die Festnahme des investigativen Journalisten Alican Uludağ, Korrespondent der Deutschen Welle (DW) in der Türkei, sorgt in Deutschland für scharfe Kritik. Journalistenverbände warnen vor einem „systematischen Vorgehen“ gegen unabhängige Medien und einem weiteren Rückgang der Pressefreiheit.
Uludağ wurde am 19. Februar in Ankara vor seiner Familie von rund 30 Polizisten festgenommen. Seine Wohnung wurde durchsucht, elektronische Geräte beschlagnahmt, anschließend wurde er nach Istanbul gebracht.
Der Deutsche Journalisten-Verband forderte Außenminister Johann Wadephul auf, den türkischen Botschafter einzubestellen. Verbandschef Mika Beuster sprach von „reiner Schikane gegen einen unabhängigen und kritischen Journalisten“ und einem „direkten Angriff auf die Auslandsrundfunkanstalt Deutsche Welle“.
DW-Generaldirektorin Barbara Massing erklärte, die Vorwürfe gegen Uludağ seien „haltlos“. Er sei ein bekannter Investigativjournalist – und genau das mache ihn in den Augen der türkischen Regierung zu einer Bedrohung.
Quellen – Agenturen