Die Bundesregierung steht in der Kritik, da Berichte von einem Kontrollverlust beim System der temporären Arbeitsmigration sprechen. Seit Einführung des Programms „Kurzzeit-Arbeit“ im Jahr 2024 dürfen bis zu 25.000 ungelernte Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten für bis zu acht Monate nach Deutschland kommen – ohne Sprachkenntnisse oder Qualifikationsnachweise.
Es existieren jedoch keine genauen Register darüber, wer nach Vertragsende ausreist und wer bleibt. 2025 genehmigte die Bundesagentur für Arbeit rund 14.963 Anträge, während nur etwa 7.650 Visa ausgestellt wurden.
Viele Bewerber kamen aus Vietnam, Kirgisistan, Georgien, Kosovo, Usbekistan und der Türkei. Unklar bleibt, ob sie nach Ablauf ihrer Verträge Deutschland verlassen haben. Einige nutzten die Gelegenheit, direkt nach Ankunft in Frankfurt Asyl zu beantragen.
Die Situation hat eine Debatte über die Wirksamkeit des Programms ausgelöst, verbunden mit Forderungen nach einem besseren Kontrollsystem.
Quellen – Agenturen