
Offizielle Daten zeigen, dass der Rückgang der registrierten Syrer in Deutschland nicht auf eine Massenrückkehr ins Herkunftsland zurückzuführen ist, sondern auf die steigende Zahl von Einbürgerungen.
Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion lebten Ende November 940.401 Syrer in Deutschland, verglichen mit rund 974.000 ein Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte, nämlich 512.348 Personen, besitzen einen anerkannten Schutzstatus.
Der statistische Rückgang erklärt sich dadurch, dass Eingebürgerte aus dem Ausländerzentralregister (AZR) herausfallen, auch wenn sie ihre syrische Staatsangehörigkeit behalten. Allein im Jahr 2024 wurden 291.955 Einbürgerungen registriert, darunter 83.150 Syrer – mehr als ein Viertel der Gesamtzahl. Im Jahr 2023 erhielten über 75.000 Syrer die deutsche Staatsangehörigkeit.
Die Bundesregierung betonte, dass freiwillige Rückkehrprogramme nur sehr begrenzt genutzt werden: Bis Ende November 2025 nahmen lediglich 3.707 Personen daran teil.
Quellen - Agenturen