
Die Bundesregierung hat bekanntgegeben, dass der geplante Besuch des syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin, der ursprünglich für Montag und Dienstag vorgesehen war, auf Wunsch der syrischen Seite verschoben wurde.
Die Entscheidung folgte auf die Ankündigung al-Sharaas am Sonntag, ein neues Waffenstillstandsabkommen mit dem Kommandeur der SDF, Mazloum Abdi, erreicht zu haben. Zuvor hatten Regierungstruppen in den vergangenen Tagen in mehreren Regionen im Norden und Osten Syriens Geländegewinne erzielt.
Al-Sharaa erklärte, dass „schlechtes Wetter“ den Besuch Abdis in Damaskus am Sonntag verhindert habe, dieser solle nun am Montag stattfinden.
Der Besuch in Deutschland wäre die erste Reise al-Sharaas seit seiner Amtsübernahme gewesen und sollte sich vor allem auf die Bemühungen Berlins konzentrieren, die Rückführung syrischer Flüchtlinge zu intensivieren.
In den letzten Jahren sind rund eine Million Syrer nach Deutschland geflohen, viele von ihnen in den Jahren 2015 und 2016.
Geplant war, dass al-Sharaa Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trifft sowie Gespräche mit deutschen Wirtschaftsvertretern führt.
Ein Regierungssprecher hatte zuvor erklärt, Berlin sei „offen für eine Vertiefung der Beziehungen und einen Neuanfang mit der neuen syrischen Regierung“.
Seit seinem Amtsantritt vor etwa einem Jahr hat al-Sharaa bereits mehrere Auslandsreisen unternommen, darunter in die Region, die USA, Frankreich und Brasilien.
Quellen - Agenturen