Die Bundesregierung hat bestätigt, dass der Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus nahezu vollständig zum Erliegen gekommen ist.
Bis Mitte Dezember 2025 wurden lediglich zwei Visa für Härtefälle erteilt, obwohl die Internationale Organisation für Migration insgesamt 2.586 solcher Fälle gemeldet hatte.
Bereits Ende Juli hatte Deutschland den Familiennachzug für Personen mit sogenanntem „subsidiären Schutz“ für zunächst zwei Jahre ausgesetzt. Diese Gruppe umfasst viele syrische Flüchtlinge. Nur in besonderen Härtefällen dürfen Ehepartner und minderjährige Kinder nachgeholt werden, bei unbegleiteten Minderjährigen auch die Eltern.
Die Opposition kritisierte die Regierung scharf. Die Linken-Abgeordnete Clara Bünger erklärte, die Politik mache den Familiennachzug faktisch unmöglich und verschärfe damit das Leid tausender Familien.
Quellen - Agenturen