Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat angesichts wiederholter Blockaden im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen grundlegende Reformen gefordert.
Er betonte, das Gremium müsse die Realität des 21. Jahrhunderts widerspiegeln und den Staaten des Globalen Südens mehr Einfluss gewähren.
In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin erklärte Wadephul: „Der Sicherheitsrat darf nicht länger die Welt von 1945 abbilden, sondern muss die heutige globale Ordnung berücksichtigen.“
Deutschland strebt im Juni 2026 einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat für die Amtszeit 2027/2028 an.
Das Gremium besteht aus 15 Mitgliedern der insgesamt 193 UN-Staaten, darunter fünf ständige Mitglieder mit Vetorecht: die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich.
Die übrigen zehn Sitze werden alle zwei Jahre neu vergeben.
Quellen - Agenturen