Kontroverser Hymnen-Abschnitt zwingt Bundeswehr-Kommandeur zum Rücktritt

Datum: 2025-12-23

 

Die Bundeswehr hat am Montag (22. Dezember 2025) bekanntgegeben, dass der Leiter der Unteroffiziersschule in Delitzsch, Sachsen, sein Amt niedergelegt hat. Anlass war die Wiedergabe des ersten Verses der deutschen Nationalhymne während einer Weihnachtsfeier in der Kaserne – ein Abschnitt, der historisch mit NS-Propaganda verbunden ist.

Der Kommandeur entschuldigte sich öffentlich und erklärte, die unzureichende Reaktion auf den Vorfall entspreche nicht der Führungskultur der Bundeswehr. Um weiteren Schaden abzuwenden, habe er sein Amt zur Verfügung gestellt. Ab dem 5. Januar übernimmt der stellvertretende Leiter die kommissarische Führung der Schule.

Der Vorfall ereignete sich bei einer Feier mit über tausend Gästen, bei der ein ziviler DJ den umstrittenen Hymnen-Teil abspielte. Dies löste breite Kritik aus.

Der erste Vers des „Liedes der Deutschen“, geschrieben 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, beginnt mit „Deutschland, Deutschland über alles“ und wurde im Dritten Reich propagandistisch missbraucht. Heute gilt offiziell nur die dritte Strophe mit den Worten „Einigkeit und Recht und Freiheit“ als Nationalhymne. Die übrigen Strophen sind nicht verboten, gelten jedoch als historisch sensibel und sorgen bei öffentlicher Verwendung regelmäßig für Debatten.

Quellen - Agenturen

 
Die Bundeswehr hat am Montag (22. Dezember 2025) bekanntgegeben, dass der Leiter der Unteroffiziersschule in Delitzsch, Sachsen, sein Amt niedergelegt hat. Anlass war die Wiedergabe des ersten Verses der deutschen Nationalhymne während einer Weihnachtsfeier in der Kaserne – ein Abschnitt, der historisch mit NS-Propaganda verbunden ist.
Der Kommandeur entschuldigte sich öffentlich und erklärte, die unzureichende Reaktion auf den Vorfall entspreche nicht der Führ...

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