Vor dem Oberlandesgericht in Berlin hat am Montag (1. Dezember 2025) der Prozess gegen einen 19-jährigen russischen Staatsbürger mit tschetschenischen Wurzeln begonnen. Ihm wird vorgeworfen, einen Anschlag auf die israelische Botschaft in der deutschen Hauptstadt geplant und die Terrororganisation „Islamischer Staat“ unterstützt zu haben. Die Staatsschutzkammer des Gerichts hat neun Verhandlungstage angesetzt, sodass ein Urteil am 12. Januar 2026 erwartet wird. Der Angeklagte lebte zunächst in einem Flüchtlingsheim in Potsdam bei Berlin und wurde im Februar 2025 am Hauptstadtflughafen festgenommen, als er ein Flugzeug besteigen wollte. Die Festnahme erfolgte durch die Bundespolizei und das Landeskriminalamt Brandenburg. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wollte der junge Mann nach Pakistan reisen, um sich dem IS anzuschließen und eine militärische Ausbildung zu erhalten. Seit seiner Festnahme sitzt er in Untersuchungshaft. Die Anklageschrift wirft ihm vor, seit Anfang Februar 2025 einen Anschlag in Deutschland gegen vermeintliche „Ungläubige“ geplant zu haben, wobei die israelische Botschaft als Ziel ausgewählt worden sei. Er habe sich im Internet Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen beschafft, sei jedoch an der Umsetzung gescheitert, da er die notwendigen Materialien nicht erhalten konnte. Parallel zu diesen Plänen soll er zudem Propagandamaterial des IS ins Russische und Tschetschenische übersetzt haben. Am 20. Februar 2025 sei er zum Flughafen Berlin-Brandenburg gefahren, kurz zuvor habe er ein Video aufgenommen, in dem er dem IS die Treue schwor und es einem mutmaßlichen Mitglied im Ausland übermittelte.
Quellen - Agenturen