Mit dem Start neuer Schiedsgerichte in Deutschland werden die Forderungen nach Rückgabe jüdischer Kunstwerke aus der NS-Zeit lauter. Schätzungen zufolge sind noch Hunderttausende kulturelle Objekte nicht zurückgegeben. Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die „Jewish Claims Conference“ forderten am Sonntag, 30. November 2025, zusätzliche Schritte zur Rückgabe der von den Nationalsozialisten geraubten Werke. Ab dem 1. Dezember sollen neue Schiedsgerichte über Streitigkeiten zwischen öffentlichen Museen und Erben der ursprünglichen Eigentümer entscheiden. Zentralratspräsident Josef Schuster betonte die Notwendigkeit eines angekündigten Restitutionsgesetzes. Er erklärte, dass es eine rechtliche Grundlage geben müsse, um auch Kulturgüter in privatem Besitz zurückzufordern. Rüdiger Mahlo, Vertreter der Claims Conference in Europa, erinnerte daran, dass die Regierungskoalition aus CDU und SPD die Einführung dieses Gesetzes zugesagt habe. „Wir vertrauen darauf, dass dieses Versprechen bald erfüllt wird“, sagte er.
Quellen - Agenturen