Deutschland präsentiert erste Weltraumverteidigungsstrategie gegen Russland und China

Datum: 2025-11-19

Die Bundesregierung hat am Mittwoch ihre erste Strategie zur Weltraumverteidigung vorgestellt. Ziel ist es, die europäische Präsenz im All zu stärken und deutsche Satelliten vor möglichen Angriffen zu schützen. Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte bei einer Pressekonferenz: „Wir müssen Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten im Weltraum besitzen und weiterentwickeln.“ Forschungsministerin Dorothee Bär ergänzte: „Wir dürfen nicht naiv sein und nur beobachten, was China oder die USA tun.“ Laut Regierung soll die Bundeswehr bis 2030 rund 35 Milliarden Euro in die neue Strategie investieren, die gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für Forschung und Technologie erarbeitet wurde. Pistorius verwies auf die zunehmenden Aktivitäten der USA, Chinas und Russlands im All und erinnerte an einen Cyberangriff zu Beginn des Ukraine-Krieges, der hunderte Windturbinen in Deutschland lahmlegte. Kommunikationssysteme, GPS, Banktransaktionen und Wettervorhersagen hängen von Satelliten ab, die bisher den Kern der zivilen Raumfahrtstrategie bilden. Pistorius betonte, dass moderne Militäreinsätze ohne Daten und Satellitenunterstützung undenkbar seien. Gleichzeitig versicherte er: „Wir werden keinen aggressiven Kurs im Weltraum einschlagen, keine Angriffe starten und auch künftig keine fremden Satelliten attackieren.“ Berlin strebt eine „friedliche, nachhaltige und geordnete“ Nutzung des Weltraums an, um ein Wettrüsten zu verhindern.

 Quellen - Agenturen

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