Die Deutsch-Jemenitische Gesellschaft e.V.

Alles, was Sie über die Deutsch-Jemenitische Gesellschaft e.V. (DJG) wissen möchten

Gründung und Geschichte – ein halbes Jahrhundert
Der Verein wurde am 27. Juli 1970 in Schwabach bei Nürnberg von Journalist:innen und Intellektuellen gegründet, darunter Joseph U. Graf und Rudolf E. Bollinger – getragen von dem starken Wunsch, die kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Jemen nach dem Ende des Bürgerkriegs im Nordjemen zu fördern (de.wikipedia.org).
Er begann als kleiner Verein und wuchs nach der Wiedervereinigung des Jemen im Jahr 1990 rasch weiter, als Mitglieder einer ähnlichen Gesellschaft aus der ehemaligen DDR hinzukamen. So entwickelte sich die DJG zu einer organisierten Plattform für Freundschaft und zivilgesellschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern.

Eine gewachsene Mission und Vision
Seit über fünfzig Jahren arbeitet die Gesellschaft als gemeinnützige zivilgesellschaftliche Organisation mit Schwerpunkt auf:

  • Förderung des kulturellen und wissenschaftlichen Austauschs zwischen Jemen und Deutschland.

  • Herausgabe der Zeitschrift „JemenReport“ zweimal jährlich – eine Fachpublikation mit Studien und Forschungsbeiträgen über den Jemen, die akademisch begutachtet wird (instagram.com, de.wikipedia.org).

  • Organisation kultureller und künstlerischer Veranstaltungen wie Fotoworkshops, literarische Abende und Diskussionsrunden zur Identität des zeitgenössischen Jemen.

  • Unterstützung des wissenschaftlichen Dialogs mit Forschenden und Interessierten durch Tagungen, Kurse und gemeinsame Forschungsprojekte.

Verwaltungsstruktur und Mitgliedschaft
Der Vorstand wird alle vier Jahre gewählt und durch einen beratenden Beirat (Beirat) unterstützt, dessen Mitglieder Fachgebiete wie Literatur, Geschichte, Landwirtschaft, Umwelt und Gesundheit abdecken.
Die Gesellschaft wird von ihrem Hauptsitz in Freiburg aus geführt; Aktivitäten werden regelmäßig auch in anderen Städten organisiert, um möglichst viele Menschen einzubinden.
Die Mitgliedschaft steht allen offen, die sich für Jemen und Deutschland interessieren – darunter Forschende, Kulturschaffende und Unterstützer:innen von Entwicklungsinitiativen. Das sichert Vielfalt und fachliche Breite.

Wichtigste Aktivitäten und Projekte

  • JemenReport: Eine kultur- und wissenschaftsorientierte Publikation, die aktuelle wissenschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen rund um den Jemen dokumentiert und zweimal jährlich erscheint (de.wikipedia.org).

  • Jahrestreffen: Regelmäßige Zusammenkünfte in verschiedenen deutschen Städten, die einen offenen Dialog zu Forschung, Entwicklung und kulturellen Freiheiten ermöglichen.

  • Workshops und Ausstellungen: Die Gesellschaft hat kulturelle Impulse gesetzt, u. a. durch künstlerische Förderung jemenitischer Fotograf:innen in Deutschland; 2023 wurden ihre Werke in Berlin präsentiert.

  • Aktive Partnerschaften: Mitgliedschaft und Vernetzung mit Organisationen wie DAJV sowie regionalen Jemen-Vereinen; außerdem Austausch mit diplomatischen Institutionen wie der jemenitischen Botschaft.

Zukunftsblicke und humanitäre Beiträge
Die Gesellschaft strebt an, ihr Netzwerk mit deutschen Universitäten auszubauen und Forschungsinitiativen zum modernen Jemen und zu Entwicklungswegen zu unterstützen.
Programme für zivilgesellschaftliche Freundschaft: Geplant sind Austauschreisen und freiwillige Projekte, die direkte Begegnungen zwischen Jemen und Deutschland stärken.
Die Arbeit bleibt nicht auf Kultur beschränkt, sondern ist teils auch mit humanitären Aktivitäten verbunden – über Projekte, die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und Wohlfahrtsorganisationen fördern.

Fazit
Die Deutsch-Jemenitische Gesellschaft e.V. (DJG) ist ein lebendiges Beispiel einer gewachsenen kulturellen Beziehung zwischen zwei unterschiedlichen Ländern. Durch ihre systematische Arbeit, ihre begutachteten Publikationen und ihre künstlerischen sowie wissenschaftlichen Projekte trägt sie zum Aufbau einer zivilgesellschaftlichen Brücke bei, die auf Dialog und Teilhabe beruht.
Sie gilt als ein idealer Zugang für alle, die den Jemen vertieft verstehen und eine Brücke des zivilisatorischen Verständnisses auf gemeinsamen Werten sowie auf wissenschaftlichem und kulturellem Austausch bauen möchten.


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