Alles, was Sie über Diensthunde und ihre spezialisierte Ausbildung wissen müssen

Alles, was Sie über Diensthunde und ihre spezialisierte Ausbildung in Deutschland wissen müssen

Wenn wir über die deutsche Polizei sprechen, dürfen wir einen treuen, intelligenten und hochprofessionell ausgebildeten Partner nicht vergessen: Diensthunde.

Diese Hunde sind aus der Polizeiarbeit nicht wegzudenken – von der Drogen- und Sprengstoffsuche über die Verfolgung von Straftätern bis hin zum Schutz von Einsatzkräften und der Unterstützung von Rettungseinheiten. In diesem Artikel zeigen wir, wie sie ausgewählt, ausgebildet und im Einsatz genutzt werden.

Warum werden Diensthunde eingesetzt?

  • Überragender Geruchssinn: Sie können Gerüche in extrem feinen Konzentrationen wahrnehmen – um ein Vielfaches stärker als der Mensch.

  • Flexibilität und Schnelligkeit: Sie helfen bei der Verfolgung von Verdächtigen in schwierigem Gelände oder schwer zugänglichen Bereichen.

  • Schutzfähigkeit: Sie werden zum Schutz von Einsatzkräften und Menschenmengen bei Großlagen eingesetzt.

Welche Aufgaben übernehmen Diensthunde?

Drogen- und Sprengstoffsuche

  • Ausbildung zur Erkennung bestimmter Gerüche, die in Taschen, Fahrzeugen oder Gebäuden versteckt sein können.

Personensuche und -verfolgung

  • Aufspüren von Vermissten oder flüchtigen Personen vom Tatort.

  • Auffinden versteckter Beweismittel in großen Arealen.

Zugriff und Schutz

  • Kontrolle von Verdächtigen bei Durchsuchungen und Zugriffsmaßnahmen.

  • Begleitung von Spezialeinheiten (SEK) bei gefährlichen Einsätzen.

Erkennung von Minen und Gefahrstoffen

  • Besonders bei der Absicherung großer Veranstaltungen oder offizieller Besuche.

Wie werden die Hunde ausgewählt?

Bevorzugt werden robuste und intelligente Rassen, zum Beispiel:

  • Deutscher Schäferhund

  • Belgischer Malinois

  • Holländischer Schäferhund

Geprüft werden Gesundheit, körperliche Leistungsfähigkeit, Gehorsam, Reaktionsstärke und Konzentrationsfähigkeit.

Ausbildungsphasen

Phase 1: Grundlagen

  • Erlernen der Grundkommandos wie Sitz, Bleib und Rückruf.

Phase 2: Spezialisierung

  • Training auf die Erkennung bestimmter Gerüche.

  • Training für Angriff und Kontrolle – ohne unnötige Verletzungen.

Phase 3: Gemeinsames Training

  • Zusammenarbeit mit dem Hundeführer, um die Bindung zu stärken.

  • Übung in realitätsnahen Szenarien, die Einsätze simulieren.

Die Beziehung zwischen Hund und Hundeführer

Der zuständige Beamte ist der dauerhafte Partner des Hundes und lebt häufig auch außerhalb der Dienstzeit mit ihm zusammen.

Diese enge Bindung schafft Vertrauen und reibungslose Verständigung im Einsatz.

Dienstzeit und Ruhestand

Diensthunde sind in der Regel 8 bis 10 Jahre im Einsatz.

Nach der Pensionierung bleiben sie häufig beim Hundeführer oder kommen in geeignete private Familien.

Ausrüstung im Einsatz

  • Robuste Halsbänder mit Ortungssystemen.

  • Schutzwesten gegen Messerangriffe oder Beschuss (bei Hochrisiko-Einsätzen).

  • Spezielle Schuhe zum Schutz der Pfoten in rauen oder heißen Umgebungen.

Rolle bei Großveranstaltungen

  • Absicherung von Stadien und Festivals durch Sprengstoffsuche.

  • Verhinderung des Schmuggels verbotener Gegenstände bei großen Menschenansammlungen.

Fazit

Diensthunde sind ein beeindruckendes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier im Dienst der öffentlichen Sicherheit.

Durch ihre Intelligenz und ihr intensives Training tragen sie täglich dazu bei, Leben zu retten, Einsatzkräfte zu schützen und Kriminalität zu bekämpfen.

Wenn Sie einen Polizeihund im Einsatz sehen, denken Sie daran: Hinter dieser Leistung stehen Jahre an Training, eine enge menschliche Bindung und ein außergewöhnlicher Geist der Loyalität.


Das Autor:innen- und Redaktionsteam der Website bemüht sich, durch intensive Recherche und die Nutzung mehrerer Quellen genaue Informationen bereitzustellen. Dennoch können Fehler auftreten oder einzelne Angaben unbestätigt sein. Bitte betrachten Sie die in den Artikeln enthaltenen Informationen als erste Orientierung und wenden Sie sich stets an die zuständigen Stellen, um gesicherte Auskünfte zu erhalten.


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