Erasmus+ ist nicht nur für Studierende an Hochschulen gedacht, sondern umfasst auch Auszubildende im deutschen Ausbildungssystem. Es bietet ihnen eine wertvolle Chance, für eine kurze oder mittlere Zeit im Ausland berufliche Praxiserfahrung zu sammeln – innerhalb der EU und in einigen Partnerländern.
Was ist Erasmus+ für die berufliche Ausbildung?
Es ist Teil von Erasmus+ – Mobilität in der Berufsbildung (VET) und ermöglicht Auszubildenden (Auszubildende) in beruflichen Programmen, ins Ausland zu gehen (z. B. nach Italien, Spanien, Frankreich …), um:
ein Praktikum in einem ausländischen Betrieb zu absolvieren
internationale Arbeitsweisen kennenzulernen
Sprache sowie persönliche Kompetenzen zu verbessern
Wer kann das Programm nutzen?
Auszubildende in der dualen Ausbildung
frisch graduierte Personen (bis zu 1 Jahr nach Abschluss)
Lehrkräfte an der Berufsschule und betriebliche Ausbilder/innen (zu Fortbildungszwecken)
Wie lange dauert der Auslandsaufenthalt?
Kurzaufenthalt: ca. 2 bis 4 Wochen
Mittelfristig: ca. 1 bis 3 Monate
In besonderen Fällen: bis zu 12 Monate (maximal)
Ist das Praktikum bezahlt?
Ja. Auszubildende erhalten eine vollständige oder teilweise finanzielle Unterstützung, z. B.:
Reisekostenzuschuss (Flug- oder Bahntickets)
Unterstützung für Unterkunft (Wohnen und Verpflegung)
zusätzlicher monatlicher Zuschuss für persönliche Ausgaben (je nach Land)
Kranken- und Reiseversicherung (vom Programm oder der aufnehmenden Einrichtung abgedeckt)
Welche Ziele hat das Programm?
internationale Erfahrung für Auszubildende stärken
sprachliche und interkulturelle Kompetenzen entwickeln
neue Arbeitsumgebungen und berufliche Methoden kennenlernen
Beschäftigungschancen im europäischen Arbeitsmarkt verbessern
Wie finde ich Erasmus+ während der Ausbildung?
Frage in der Berufsschule oder im Betrieb nach:
viele Berufsschulen haben Erasmus+-Partnerschaften
oder der Betrieb arbeitet mit Trägerorganisationen zusammen
Wende dich an Vermittlungsstellen wie:
Berufliche Schulen mit Erasmus-Büro
IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit
Initiativen/Verbände wie Berufsausbildung ohne Grenzen
Nutze Websites:
www.erasmusplus.de
www.mobilitaetsberatung.de
Bewerbungsschritte:
Sprich mit deiner Lehrkraft / deinem betrieblichen Ansprechpartner
Suche eine aufnehmende Stelle im Ausland (Betrieb)
Bereite Unterlagen vor (Lebenslauf, Motivationsschreiben)
Nimm an einem Vorbereitungskurs teil (Sprache, Kultur)
Reise an und starte dein Praktikum
Nach der Rückkehr erhalten Auszubildende das europaweit anerkannte Europass Mobility-Zertifikat.
Gibt es besondere Voraussetzungen?
Zustimmung von Betrieb und Berufsschule: vorherige Abstimmung zwischen allen Beteiligten ist notwendig
Kommunikationsfähigkeit: grundlegende Sprachkenntnisse (Deutsch/Englisch/ Sprache des Gastlandes)
Verlässlichkeit und Engagement: du vertrittst dein Land und deine Einrichtung im Ausland
Praxisbeispiel:
Ein Auszubildender im Bereich Mechatronik war 3 Wochen in einem Industrieunternehmen in Polen.
Er erhielt praktische Schulungen an modernen Anlagen.
Er bekam den Europass und später ein zukünftiges Jobangebot in Aussicht.
Fazit:
Erasmus+ in der Berufsbildung (VET) ist eine außergewöhnliche Chance für Auszubildende in Deutschland, durch eine echte internationale Erfahrung Kompetenzen aufzubauen – du gewinnst Fähigkeiten, neue Kontakte und mehr Selbstvertrauen in einer neuen Arbeitsumgebung.
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