Die Rolle der Berufsförderungswerke (BFW) bei der Umschulung

In Deutschland spielen die beruflichen Reha-Zentren, bekannt als Berufsförderungswerke (BFW), eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Menschen, die aufgrund gesundheitlicher oder psychischer Umstände ihre bisherigen Berufe nicht mehr ausüben können. Dies geschieht durch spezialisierte Umschulung-Programme (berufliche Neuqualifizierung).

Was sind BFW-Zentren?
BFW-Zentren sind gemeinnützige Einrichtungen, die in ganz Deutschland verbreitet sind und das Ziel haben, Menschen durch anerkannte Qualifizierungsprogramme die Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Sie arbeiten mit Finanzierungsträgern wie Deutsche Rentenversicherung, Berufsgenossenschaften und der Agentur für Arbeit zusammen und werden von unterschiedlichen Organisationen betrieben, unter anderem von Diakonie Michaelshoven in Köln. (de.wikipedia.org)

Ziele der BFW in Umschulungsprogrammen

  • Berufliche Qualifizierung gesundheitlich beeinträchtigter Personen: Spezialisierte Programme für Menschen, die ihren bisherigen Beruf wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr ausüben können.

  • Umfassende Unterstützung: Medizinische, psychologische und soziale Angebote, um Teilnehmende bei Herausforderungen der beruflichen Rehabilitation zu unterstützen.

  • Geeignete Lernumgebung: Speziell ausgestattete Bildungsstätten, angepasst an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen – inklusive Unterkünften und Freizeitangeboten.

  • Erleichterter Übergang in den Arbeitsmarkt: Praxisnahe Programme und anerkannte Abschlüsse zur Verbesserung der Beschäftigungschancen nach Abschluss.

Verfügbare Fachrichtungen in BFW
BFW-Zentren bieten eine breite Palette an Fachrichtungen, darunter:

  • Kaufmännische Bereiche: z. B. Verwaltungsmitarbeiter/in, Mitarbeiter/in im Bereich Logistik.

  • Informationstechnologie: z. B. Softwareentwickler/in, Systemtechniker/in. (bfw-muenchen.de)

  • Technische Bereiche: z. B. Mechaniktechniker/in, Elektroniktechniker/in. (bfw)

  • Soziale und Gesundheitsbereiche: z. B. Pflegeassistenz, Betreuungsspezialist/in.

Diese Programme enden häufig mit anerkannten Abschlüssen der IHK oder HWK.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Ärztliches Gutachten: Nachweis, dass der bisherige Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.

  • Berufliche Eignungsfeststellung: Ermittlung der aktuellen Fähigkeiten und Kompetenzen zur Auswahl des passenden Programms.

  • Zustimmung des Kostenträgers: Finanzierungszusage z. B. durch Deutsche Rentenversicherung oder Agentur für Arbeit.

Finanzierung und Unterstützung
Umschulungen in BFW-Zentren werden finanziert durch:

  • Deutsche Rentenversicherung: Für Teilnehmende mit gesundheitlichen Einschränkungen, die die Arbeitsfähigkeit beeinflussen.

  • Agentur für Arbeit und Jobcenter: Für Arbeitslose oder Personen, die eine berufliche Veränderung anstreben.

  • Berufsgenossenschaften: Für Teilnehmende mit Arbeitsunfällen oder beruflich bedingten Verletzungen.

Die Finanzierung umfasst Ausbildungskosten, Unterkunft, Fahrtkosten sowie medizinische und psychologische Unterstützung.

Bewerbungsschritte

  • Berufliche Beratung: Termin bei der Agentur für Arbeit oder einer Reha-Beratungsstelle zur Besprechung der Möglichkeiten.

  • Einreichen der Unterlagen: z. B. ärztliche Berichte, Lebenslauf und Nachweise früherer Berufserfahrung.

  • Auswahl des passenden Programms: Basierend auf Eignungsfeststellung und persönlichen Interessen.

  • Start des Programms: Teilnahme am Training und Erwerb der notwendigen Kompetenzen für das gewählte Fachgebiet.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der BFW-Zentren: bfw.de


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