Rangliste der deutschen Bundesländer nach Bedarf an Arbeitskräften und Chance, einen Job zu finden: Aktualisierter Leitfaden für 2025

Autorenname: Admin Datum: 2025-05-28 Blog-Kategorie: die Städte

Deutschland gehört zu den wichtigsten Ziel­ländern für Arbeit und Migration in Europa. Zugleich leiden mehrere Bundesländer unter einem Mangel an qualifizierten Fachkräften in unterschiedlichen Branchen. In diesem Artikel stellen wir die Rangfolge der deutschen Bundesländer nach Höhe der Nachfrage nach Arbeitskräften und nach der Chance vor, im Jahr 2025 eine Stelle zu finden. Dabei nennen wir grobe Schätzungen zu offenen Stellen sowie die wichtigsten Branchen und Berufsprofile in jedem Bundesland. Diese Informationen stützen sich auf die neuesten Statistiken und offiziellen Prognosen der Bundesagentur für Arbeit (Bundesagentur für Arbeit) in Verbindung mit aktuellen wirtschaftlichen Studien.


1. Bayern (Bayern)

Rang: Platz 1 beim Bedarf an Arbeitskräften.

Warum?

  • Starker Industrie- und Technologiesektor: Große Konzerne wie BMW, Audi und Siemens in München, Ingolstadt und anderen Städten.

  • Tourismus: Die Alpen und historische Städte wie Nürnberg ziehen jährlich Millionen Besucher an und schaffen Bedarf in Hotels und Gastronomie.

Geschätzte Zahl offener Stellen: mehr als 250.000 Stellen pro Jahr in verschiedenen Branchen.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Maschinenbau und Automobilindustrie

  • Informationstechnologie und Softwareentwicklung

  • Gesundheitswesen und Pflege

  • Hotellerie und Tourismus

Chance, eine Stelle zu finden: Sehr hoch, insbesondere für technisch ausgebildete Fachkräfte und medizinische Berufe.


2. Baden-Württemberg

Rang: Platz 2.

Warum?

  • Starke Automobilindustrie (Mercedes-Benz, Porsche) und Hunderte mittelständische Unternehmen (Mittelstand) in Maschinenbau und Anlagenbau.

  • Forschung und Entwicklung: Städte wie Stuttgart und Karlsruhe gehören zu den wichtigsten Innovationszentren.

Geschätzte Zahl offener Stellen: rund 220.000 Stellen pro Jahr, vor allem im industriellen Sektor.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Fahrzeugtechnik und Motorenentwicklung

  • Hochpräzisionstechnik und Robotik

  • Medizin und Gesundheitswesen

  • IT und Programmierung

Chance, eine Stelle zu finden: Sehr hoch, besonders für Ingenieure sowie Mechanik- und Elektro-Servicetechniker.


3. Hessen (Hessen)

Rang: Platz 3.

Warum?

  • Finanzzentrum Frankfurt mit starker Nachfrage im Bank- und Versicherungswesen.

  • Dienstleistungs- und Logistiksektor: Frankfurt ist ein internationales Drehkreuz für Luftverkehr und Bahn.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 150.000 Stellen in unterschiedlichen Bereichen.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Finanzen, Buchhaltung und Banken

  • Unternehmensberatung und Versicherungen

  • Informationstechnologie (FinTech)

  • Logistik und Spedition

Chance, eine Stelle zu finden: Hoch, insbesondere für Fachkräfte in Finanzen und Finanztechnologie.


4. Nordrhein-Westfalen (Nordrhein-Westfalen)

Rang: Platz 4.

Warum?

  • Bevölkerungsreichstes Bundesland (Ruhrgebiet) mit großer Branchenvielfalt; Strukturwandel von Kohle und Stahl hin zu modernen Dienstleistungen und erneuerbaren Energien.

  • Wichtige Medienzentren in Köln und Düsseldorf.

Geschätzte Zahl offener Stellen: bis zu 200.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Industrie- und Chemieingenieurwesen

  • Erneuerbare Energien und Umwelttechnik

  • Medien und TV-Produktion

  • Marketing und Vertrieb

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel bis hoch; stark abhängig von den gesuchten Qualifikationen und der Zielbranche.


5. Hamburg (Hamburg)

Rang: Platz 5.

Warum?

  • Der Hamburger Hafen ist einer der größten Häfen Europas, dadurch ist der Logistik- und Transportsektor äußerst bedeutend.

  • Starker Dienstleistungs- und Mediensektor mit großen Verlagen und Werbeagenturen.

Geschätzte Zahl offener Stellen: rund 100.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Logistik und Seeschifffahrt

  • Medien und Werbung

  • Tourismus und Hotellerie

  • Außenhandel

Chance, eine Stelle zu finden: Relativ hoch, insbesondere in Logistik und internationalem Transport.


6. Niedersachsen (Niedersachsen)

Rang: Platz 6.

Warum?

  • Volkswagen-Werke in Wolfsburg.

  • Starke Agrarsektoren und Lebensmittelindustrie.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 90.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Automobilindustrie und Zulieferer

  • Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung

  • Logistik und Distribution

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel, mit höheren Chancen in Industriestädten wie Wolfsburg und Hannover.


7. Berlin (Berlin)

Rang: Platz 7.

Warum?

  • Politische Hauptstadt und Zentrum für Technologie-Start-ups.

  • Starker Aufschwung im Tourismus- und Hotelsektor.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 80.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • IT und Softwareentwicklung

  • Digitales und kreatives Marketing

  • Hotellerie und Tourismus

  • Öffentliche Verwaltung und Behörden

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel; der Wettbewerb ist hoch, gleichzeitig bietet der Markt Platz für viele technische und kreative Talente.


8. Rheinland-Pfalz (Rheinland-Pfalz)

Rang: Platz 8.

Warum?

  • Starke Wein- und Landwirtschaft an Rhein und Mosel sowie zahlreiche Industrie- und Technologieunternehmen.

  • Wachsender Bau- und Immobiliensektor in Städten wie Mainz und Koblenz.

Geschätzte Zahl offener Stellen: rund 60.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Agrarwissenschaften und Lebensmittelindustrie

  • Logistik und Grenzhandel

  • Medizin und Pflege (Universitätskliniken)

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel; stark unterschiedlich zwischen größeren Städten und ländlichen Regionen.


9. Sachsen (Sachsen)

Rang: Platz 9.

Warum?

  • „Silicon Saxony“ in Dresden mit vielen Jobs in der Halbleitertechnologie.

  • Automobilproduktion (BMW, Volkswagen) in Zwickau und Leipzig.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 55.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Maschinenbau und Elektrotechnik

  • Halbleiter- und Mikrochipherstellung

  • Tourismus und Kultur (Dresden, Leipzig)

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel bis hoch, insbesondere für technisch qualifizierte Fachkräfte.


10. Schleswig-Holstein (Schleswig-Holstein)

Rang: Platz 10.

Warum?

  • Küstentourismus und Ostseehäfen.

  • Zunehmende Bedeutung der erneuerbaren Energien (Windkraft).

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 45.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Hotellerie und Gastronomie

  • Erneuerbare Energien und Umwelttechnik

  • Landwirtschaft und Fischerei

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel, vor allem in der Reisesaison und bei grünen Energieprojekten.


11. Brandenburg (Brandenburg)

Rang: Platz 11.

Warum?

  • Nähe zu Berlin schafft viele Jobs in Transport und Logistik.

  • Ausbau von Solar- und Windenergie.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 40.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Transport und Logistik

  • Erneuerbare Energien

  • Landwirtschaft und ländliche Dienstleistungen

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel, verbessert sich aber mit dem städtischen Wachstum im Umland von Berlin.


12. Mecklenburg-Vorpommern (Mecklenburg-Vorpommern)

Rang: Platz 12.

Warum?

  • Küstentourismus an der Ostsee.

  • Überschaubare landwirtschaftliche und maritime Projekte.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 30.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Tourismus, Hotels und Gastronomie

  • Landwirtschaft und Fischerei

  • Gesundheitsdienste in touristischen Städten

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel, mit deutlich mehr Möglichkeiten in der Feriensaison.


13. Saarland (Saarland)

Rang: Platz 13.

Warum?

  • Grenzlage zu Frankreich ermöglicht regen Grenzhandel.

  • Metall- und Maschinenbau als Fortsetzung alter Industrie-Traditionen.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 25.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Grenzüberschreitender Handel

  • Maschinenbau und Automobilindustrie

  • Logistik

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel, insbesondere für Personen mit Deutsch- und Französischkenntnissen.


14. Sachsen-Anhalt (Sachsen-Anhalt)

Rang: Platz 14.

Warum?

  • Chemische Industrie in Regionen wie Leuna und Bitterfeld.

  • Landwirtschaft mit Getreide und Zuckerrüben.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 20.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Chemische Industrie

  • Lebensmittelverarbeitung

  • Logistik und Agrardienstleistungen

Chance, eine Stelle zu finden: Unterdurchschnittlich; stark abhängig von einzelnen Industriezentren.


15. Thüringen (Thüringen)

Rang: Platz 15.

Warum?

  • Mittelgroße Industriestädte wie Erfurt und Jena.

  • Begrenzter Agrar- und Forstsektor.

Geschätzte Zahl offener Stellen: rund 15.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Leichtindustrie und Fein-/Mikroelektronik

  • Gesundheitswesen und Bildungssektor

  • Landwirtschaft und Forstwirtschaft

Chance, eine Stelle zu finden: Relativ begrenzt im Vergleich zu großen westdeutschen Ländern, verbessert sich aber durch technologische Projekte.


16. Bremen (Bremen)

Rang: Platz 16 (letzter Platz).

Warum?

  • Kleinstes Bundesland mit rund 0,68 Millionen Einwohnern und entsprechend weniger offenen Stellen.

  • Starke Abhängigkeit vom Hafen Bremen/Bremerhaven und von der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Geschätzte Zahl offener Stellen: etwa 10.000 Stellen pro Jahr.

Wichtigste Fachrichtungen und Bereiche:

  • Logistik und Hafenwirtschaft

  • Luft- und Raumfahrt (z. B. Airbus)

  • Seehandel

Chance, eine Stelle zu finden: Mittel; kann für maritime und logistische Fachrichtungen jedoch hoch sein.


Fazit

Bayern, Baden-Württemberg und Hessen stehen an der Spitze, was die Zahl der offenen Stellen und die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften betrifft. Sie profitieren insbesondere von der Automobilbranche, der Technologie und dem Finanzsektor. Bevölkerungsreiche Länder wie Nordrhein-Westfalen bleiben wichtige Zentren mit vielfältigen Jobchancen, auch wenn der Wettbewerb dort intensiver ist. In den übrigen Bundesländern hängen die Beschäftigungschancen stark vom Umfang industrieller oder touristischer Investitionen und von der Entwicklung der grünen Energie ab.

Kurz gesagt: Der deutsche Arbeitsmarkt leidet bis 2025 spürbar unter einem Mangel an qualifizierten Fachkräften – vor allem in Technologie, Ingenieurwesen, Gesundheitswesen und Pflege. Hinzu kommt ein deutlicher Bedarf an Fachleuten in Dienstleistungs- und Tourismusberufen. Für Menschen, die in Deutschland arbeiten möchten, ist es wichtig, gezielt nach Chancen in dem Bundesland zu suchen, das zu ihrem beruflichen Profil und ihren Sprachkenntnissen passt. Großstädte und Industriezentren bieten zwar die meisten Möglichkeiten, allerdings auch die stärkste Konkurrenz.


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