Wie werden Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland berechnet?
Grundlage: Beitrag als Prozentsatz des Einkommens Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden als Prozentsatz des monatlichen Bruttoeinkommens berechnet – bis zu einer Obergrenze:
-
Beitragsbemessungsgrenze (BBG) = Höchstgrenze für die Beitragsberechnung
-
Im Jahr 2025: 5.175 € pro Monat bzw. 62.100 € pro Jahr
-
Einkommen oberhalb dieser Grenze wird nicht berücksichtigt.
Beitragssätze
| Art | Gesamt | Arbeitnehmer | Arbeitgeber |
|---|---|---|---|
| Grundbeitrag Krankenversicherung | 14,6 % | 7,3 % | 7,3 % |
| Zusatzbeitrag (Durchschnitt) | ~1,6 % | 0,8 % | 0,8 % |
| Pflegeversicherung | 3,4 % (Kinderlose: 4 %) | Hälfte | Hälfte |
➡️ Gesamt: ca. 15,6–16,2 % des Bruttoeinkommens (je zur Hälfte Arbeitnehmer und Arbeitgeber).
Rechenbeispiel
-
Einkommen: 4.000 €
-
Beitragssatz: 16,2 %
-
Gesamtbeitrag: 4.000 × 16,2 % = 648 €
-
Arbeitnehmeranteil: 324 €
-
Arbeitgeberanteil: 324 €
Sonderfälle
-
Mini-Jobber: keine Abzüge, Pauschalbeitrag durch Arbeitgeber
-
Selbstständige: zahlen den vollen Beitrag selbst (bis über 800 € monatlich)
-
Arbeitslose (ALG I, Bürgergeld): Beiträge übernimmt Jobcenter oder Agentur für Arbeit
Wichtige Begriffe
-
Beitrag = monatlicher Beitrag
-
Zusatzbeitrag = Zusatzkosten
-
Beitragspflichtiges Einkommen = beitragspflichtiges Einkommen
-
Beitragsbemessungsgrenze (BBG) = Höchstgrenze
-
Krankenkasse = Krankenversicherungsträger